Startseite » Zahlungsanbieter Vergleich » Wissen zur Kartenzahlung » Gerät für Kartenzahlung, Arten, Ausstattung, Anschluss und Kosten im Überblick
Ein Gerät für die Kartenzahlung liest girocard, Debit- und Kreditkarten sowie Smartphones aus und schickt die Zahlung über einen Zahlungsdienstleister zur Freigabe an die Bank der Kundschaft. Es gibt vier Bauformen, das stationäre Terminal, das mobile Terminal oder den Kartenleser fürs Smartphone, das Smart Terminal mit Android und die App, die das Smartphone selbst zum Kartenleser macht. Die Preise reichen Stand Oktober 2026 von 0 Euro für eine App über 29 Euro für einen einfachen Kartenleser bis zu Mietterminals für rund 6 bis 25 Euro im Monat. Dieser Ratgeber erklärt Gerätearten, Ausstattung, Anschluss und Kosten und hilft bei der Entscheidung.
Ein Gerät für Kartenzahlung, auch Kartenterminal, Kartenlesegerät oder Bezahlterminal genannt, ist die Schnittstelle zwischen Karte und Zahlungsnetz. Es liest den Chip, die NFC-Antenne oder den Magnetstreifen der Karte, nimmt die PIN entgegen und schickt die verschlüsselte Anfrage an den Netzbetreiber oder Acquirer. Dieser leitet sie über girocard, Visa oder Mastercard an die Bank der Kundin weiter, die die Zahlung genehmigt oder ablehnt. Den Ablauf im Detail erklärt der Ratgeber zur Kartenzahlung im Betrieb.
Wichtig für die Auswahl, das Gerät allein reicht nicht. Sie brauchen immer einen Vertrag mit einem Zahlungsdienstleister, der die Zahlungen abrechnet und auf Ihr Geschäftskonto auszahlt. Bei Komplettanbietern kaufen Sie Gerät und Vertrag in einem Schritt, bei klassischen Netzbetreibern mieten Sie das Terminal meist zum Vertrag dazu. Welche Rolle der Anbieter spielt, zeigt der Beitrag über Zahlungsdienstleister.
Viele sagen noch EC-Kartengerät. Laut Sparkassen stand EC ursprünglich für Eurocheque und später für electronic cash, das Zahlungssystem hinter der Karte. 2007 wurde es umgestellt und die Karte offiziell in girocard umbenannt.
Jedes Kartenzahlungsgerät ist für einen bestimmten Einsatz gebaut. Die Bauform entscheidet darüber, wie schnell die Zahlung am Tresen geht, ob Sie mobil kassieren können und ob die Kasse den Betrag automatisch übergibt.
Am Tresen per LAN oder WLAN, mit PIN-Pad und oft Drucker, per ZVT an der Kasse.
Mit Akku, SIM-Karte oder per Bluetooth am Smartphone, für Tisch, Markt und Außendienst.
Android-Gerät mit Touchdisplay, Kassen-Apps und teils Drucker.
Das Smartphone wird per App zum Kartenleser, nur kontaktlos.
Daneben gibt es Einbauleser für Automaten, Ladesäulen und Kassenautomaten, die ohne Personal arbeiten. Was dort gilt, erklärt der Beitrag Kartenzahlung am Automaten. Und es gibt Kassen mit integriertem Kartenleser, bei denen Kasse und Terminal ein Gerät sind, mehr dazu auf der Seite Kassensystem mit Kartenzahlung. Ob Gerät oder App besser passt, vergleicht der Beitrag Kartenzahlung im Vergleich, Terminal oder App.
Die Ausstattung unterscheidet sich stärker, als die Produktfotos vermuten lassen. Achten Sie auf diese Merkmale und gleichen Sie sie mit Ihrem Alltag ab.
Ein vollwertiges Terminal liest Chip, NFC und Magnetstreifen und hat ein PIN-Pad oder eine geschützte PIN-Eingabe am Display. Kontaktlos ohne PIN geht in der Regel bis 50 Euro je Zahlung, nach mehreren kontaktlosen Zahlungen in Folge oder ab einer Summe von 150 Euro verlangt die Bank wieder die PIN. Apps auf dem Smartphone nehmen nur kontaktlose Karten an, die PIN gibt die Kundin auf dem Display ein.
Ein eingebauter Drucker ist sinnvoll, wenn die Kundschaft Papierbelege erwartet oder keine Kasse mit Bondrucker vorhanden ist. Arbeitet das Terminal mit einer Kasse zusammen, kann diese die Zahlungsdaten mit auf den Kassenbon setzen. Mehr dazu im Beitrag Kartenterminal mit Drucker.
Im mobilen Einsatz zählen Akkulaufzeit, Gewicht und ein gut lesbares Display bei Sonnenlicht. Global Payments nennt mit dem Nexgo N86 etwa ein sturz- und spritzwassergeschütztes Gerät. Für Trinkgeld lohnt eine Trinkgeldfunktion am Terminal, die CCV und andere Anbieter anbieten.
Jedes Gerät braucht eine Verbindung zum Zahlungsanbieter, denn ohne Freigabe der Bank ist die Zahlung nicht sicher. Stationäre Terminals hängen meist per LAN am Router, das ist am stabilsten. WLAN macht das Gerät im Laden beweglicher, hängt aber von Router und Reichweite ab. Mobile Terminals funken über eine eingebaute SIM-Karte, so wie das SumUp Solo mit unbegrenztem Datenvolumen, oder koppeln sich per Bluetooth mit dem Smartphone und nutzen dessen Internet.
Ältere Geräte, die nur über 2G funken, sollten Sie im Blick behalten. Laut Bundesnetzagentur will die Telekom 2G voraussichtlich zum 30. Juni 2028 abschalten, Vodafone und Telefónica ebenfalls 2028, Kartenterminals nennt die Behörde ausdrücklich als betroffene Geräte. Was eine SIM-Karte kostet und wann sie sich lohnt, steht im Beitrag Kartenterminal mit SIM-Karte. Für Ausfälle des Netzes hilft der Beitrag Kartenterminal offline.
| Verbindung | Vorteil | Nachteil | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| LAN | sehr stabil | nur am festen Platz | Kasse im Einzelhandel |
| WLAN | keine Mobilfunkkosten | abhängig vom Router | Laden und Gastraum |
| SIM-Karte | unabhängig von Router und Smartphone | Empfang nötig, teils Monatsgebühr | Markt, Foodtruck, Außendienst |
| Bluetooth zum Smartphone | günstige Kartenleser | abhängig von Akku und Datenvolumen | gelegentliche Zahlungen |
Haben Sie eine Kasse, sollte das Kartenzahlungsgerät mit ihr sprechen. Die Kasse schickt den Betrag an das Terminal, die Kundin zahlt und das Terminal meldet das Ergebnis zurück. Tippfehler entfallen, die Zahlung ist automatisch als Kartenzahlung verbucht. In Deutschland läuft diese Kopplung meist über die ZVT-Schnittstelle, ein herstellerunabhängiges Protokoll, dessen Spezifikation der Verband der Terminalhersteller veröffentlicht. Details erklärt der Beitrag ZVT-Schnittstelle.
Cloudbasierte Anbieter verbinden Kasse und Terminal teils über eigene Programmierschnittstellen statt über ZVT, die nur bestimmte Kassen unterstützen. Fragen Sie deshalb vor dem Kauf Ihren Kassenhersteller, welche Geräte freigegeben sind. Wie die Einrichtung abläuft, zeigt der Beitrag Kassensystem und Kartenterminal verbinden. Elektronische Kassen brauchen eine TSE nach Paragraf 146a AO, das Kartenterminal selbst nicht.
Die Kosten für das Gerät hängen vor allem vom Modell ab, das Sie wählen, Kauf beim Komplettanbieter oder Miete beim Netzbetreiber. Die Tabelle zeigt veröffentlichte Preise ausgewählter Anbieter, alphabetisch sortiert, Stand Oktober 2026, in der Regel ohne Umsatzsteuer. Dazu kommen immer die Gebühren je Zahlung.
| Anbieter | Gerät | Kauf oder Miete | Preis |
|---|---|---|---|
| CCV | Base Next stationär, A8900 mobil mit Drucker | Miete mit Service | ab 13,21 € bzw. 19,21 € im Monat |
| myPOS | Flex, Ultra GC mit girocard | Kauf | 55 € bzw. 179 € |
| POS Payment | Worldline yomani xr stationär | Miete, monatlich kündbar | 10,50 € im Monat plus 49 € einmalig |
| REA Card | stationäre und mobile REA Terminals | Miete | 0 € im Smart Light Tarif mit 60 Monaten |
| Stripe | WisePad 3, WisePOS E, Reader S700 | Kauf | 59 €, 199 € bzw. 259 € |
| SumUp | Solo Lite, Solo, Terminal mit Drucker | Kauf | 34 €, 79 € bzw. 169 € |
| Vert | Clover Pocket, Flex, Mini | Miete | ab 5,99 €, 9,90 € bzw. 24,99 € im Monat |
| ZahlungsWERK | Verifone P630, V400m, A920 Pro | Miete mit Service | 12,50 € bis 17,95 € im Monat |
| Zettle | PayPal Reader, PayPal Terminal | Kauf | ab 29 € bzw. ab 199 € |
Beim Kauf zahlen Sie einmal und haben keine Bindung, die Gebühr je Zahlung liegt bei Komplettanbietern wie SumUp oder Zettle bei 1,39 Prozent. Bei der Miete sind Service und Austauschgerät meist inklusive, die Laufzeit beträgt aber oft 24 bis 60 Monate. Eine ausführliche Abwägung bieten die Beiträge Kartenterminal kaufen oder mieten und Kartenterminal Miete Kosten.
Geben Sie Kartenumsatz und Bonhöhe ein und sehen Sie, welche Kombination aus Gerät und Gebühren für Ihren Betrieb am günstigsten ist.
Erst Gerät und Gebühren zusammen ergeben die echten Kosten. Die Beispiele nutzen veröffentlichte Preise, Stand Oktober 2026, ohne Umsatzsteuer und mit Verbraucherkarten zum jeweils genannten Satz.
Mit einem SumUp Solo für 79 Euro und 1,39 Prozent zahlt das Café 83,40 Euro im Monat, im ersten Jahr zusammen 1.079,80 Euro. Mit einem mobilen ZahlungsWERK V400m für 15,50 Euro Miete und 0,69 Prozent sind es 56,90 Euro im Monat, also 682,80 Euro im Jahr, dafür mit 36 Monaten Laufzeit.
Ein Kaufgerät mit 1,39 Prozent kostet 347,50 Euro Gebühren im Monat, 4.170 Euro im Jahr plus Gerät. Ein Kassenterminal für 12,50 Euro Miete mit 0,69 Prozent kommt auf 185 Euro im Monat, 2.220 Euro im Jahr. Bei hohem Umsatz entscheidet der Satz je Zahlung, nicht der Gerätepreis. Ihre eigenen Werte rechnen Sie im Preisrechner für Kartenzahlung nach, die Kostenbestandteile erklärt der Ratgeber zu den Gebühren der Kartenzahlung.
Nicht jedes Gerät nimmt jede Karte an. Für die girocard muss das Terminal im girocard-System der Deutschen Kreditwirtschaft zugelassen sein und über einen Netzbetreiber laufen. Laut girocard trägt jedes girocard-Terminal eine eindeutige Terminal-ID, an der sich der betreuende Netzbetreiber erkennen lässt. Bei manchen Kaufgeräten ist die girocard nicht ausdrücklich genannt, bei Shopify Payments etwa nur mit Co-Badge von Visa oder Mastercard, bei myPOS je nach Terminal. Da die girocard in Deutschland die wichtigste Karte ist, sollte Ihr Gerät sie annehmen.
Für die Sicherheit sorgen zertifizierte Geräte, die Kartendaten verschlüsseln. Sie speichern keine Kartennummern und müssen das auch nicht. Ihre eigenen Pflichten nach dem Sicherheitsstandard der Kartensysteme erklärt der Beitrag zu PCI DSS für Händler. Halten Sie Software-Updates aktuell und lassen Sie das Gerät nicht unbeaufsichtigt an öffentlich zugänglichen Plätzen.
Welches Gerät passt, ergibt sich aus Ort, Menge und Kasse. Die Tabelle fasst typische Betriebe zusammen.
| Betrieb | Bedarf | Passendes Gerät |
|---|---|---|
| Einzelhandel | viele Zahlungen an der Kasse | stationäres Terminal per ZVT |
| Gastronomie | Zahlung am Tisch, Trinkgeld | mobiles Terminal mit WLAN oder SIM, oft mit Drucker |
| Bäckerei | viele kleine Beträge, Tempo | stationäres Terminal mit Kassenanbindung |
| Handwerk | wenige hohe Beträge beim Kunden | Kartenleser mit SIM oder Tap to Pay |
| Arztpraxis | Zahlung am Empfang | stationäres Terminal mit Drucker |
| Kleingewerbe | wenig Umsatz, keine Fixkosten | App oder Kaufgerät ohne Laufzeit |
Viele Betriebe kombinieren ein Hauptgerät mit einer App als Reserve. Wer ohne lange Bindung starten möchte, findet Optionen im Beitrag Kartenterminal ohne Vertrag. Ein Kaufratgeber steht unter Kartenlesegerät kaufen bereit.
Nach der Freischaltung beim Anbieter ist ein Gerät meist schnell betriebsbereit. Kaufgeräte von Komplettanbietern koppeln Sie per App, Mietterminals kommen vorkonfiguriert. ZahlungsWERK nennt für Konfiguration und Versand derzeit etwa 2 bis 4 Wochen, planen Sie die Lieferzeit also ein. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung bietet der Beitrag Kartenterminal einrichten.
Zum Schluss lohnt ein Blick auf die Rechtslage. Ein Aufschlag für Zahlungen mit Verbraucherkarten ist nach Paragraf 270a BGB verboten. Eine Pflicht, ein Kartenzahlungsgerät anzubieten, gibt es heute nicht. Nach den Eckpunkten von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil vom 11. September 2026 soll aber künftig mindestens eine digitale Bezahlart vor Ort angeboten werden. Das ist ein Plan mit Start frühestens 2027, den Stand verfolgt der Beitrag zur geplanten Pflicht zur Kartenzahlung.
Sie brauchen ein Terminal oder eine App, die für die girocard zugelassen ist, und einen Vertrag mit einem Zahlungsanbieter. Am Tresen eignet sich ein stationäres Terminal, unterwegs ein mobiles Gerät mit SIM-Karte oder eine App mit Tap to Pay.
So hießen Kartenterminals früher nach dem System electronic cash der deutschen Banken. Seit 2007 heißt das System girocard. Gemeint ist heute ein Terminal, das girocard und meist auch Visa und Mastercard annimmt.
Ja, im Alltag meinen EC-Kartengerät, Kartenterminal und Kartenlesegerät dasselbe. Entscheidend ist, dass das Gerät die girocard annimmt, denn nicht jedes günstige Kaufgerät unterstützt sie ausdrücklich.
Für gelegentliche Zahlungen ja. Bluetooth-Kartenleser wie der PayPal Reader ab 29 Euro oder SumUp Solo Lite für 34 Euro arbeiten mit einer App auf dem Smartphone. Prüfen Sie, ob der Anbieter die girocard annimmt.
Zum Kauf etwa 79 Euro für das SumUp Solo mit eingebauter SIM, zur Miete zum Beispiel 16,50 Euro im Monat für ein Worldline yoximo mit Datenkarte bei POS Payment oder 17,95 Euro für ein A920 Pro bei ZahlungsWERK, Stand Oktober 2026.
Nein, die TSE nach Paragraf 146a AO ist für elektronische Kassen vorgeschrieben, nicht für das Kartenterminal. Ist das Terminal mit einer Kasse verbunden oder läuft auf einem Smart Terminal eine Kassen-App, braucht diese Kasse eine TSE. Im Zweifel hilft Ihre Steuerberatung.
Meist nicht. Kaufgeräte von Komplettanbietern funktionieren nur mit deren Vertrag, Mietgeräte gehen nach Vertragsende zurück. Manche klassischen Terminals lassen sich bei einem anderen Netzbetreiber neu einrichten, fragen Sie vorab nach.
Geben Sie Ihren Bedarf an und erhalten Sie kostenlos Angebote passender Anbieter.
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