Startseite » Zahlungsanbieter Vergleich » Wissen zur Kartenzahlung » Kartenterminal kaufen oder mieten, der Gesamtkostenvergleich über drei Jahre
Ob Sie ein Kartenterminal kaufen oder mieten sollten, entscheidet weniger der Gerätepreis als der Satz, den Sie bei jeder Zahlung abgeben. Kaufgeräte kosten Stand Oktober 2026 einmalig etwa 29 bis 260 Euro, Mietterminals etwa 10 bis 20 Euro im Monat, oft mit Laufzeiten von 24 bis 60 Monaten. Die Miettarife enthalten dafür häufig deutlich niedrigere Gebühren je Zahlung. Unsere Rechenbeispiele zeigen, dass Kauf bei kleinem Umsatz klar vorne liegt, während sich Miete bei einigen tausend Euro Kartenumsatz im Monat oft lohnt. Hier finden Sie den Vergleich, die Gesamtkosten über drei Jahre und eine Empfehlung je Betriebstyp.
Kaufen lohnt sich, wenn Ihr Kartenumsatz klein oder saisonal ist, Sie keine Vertragsbindung wollen und mit einem einheitlichen Satz von rund 1,3 bis 1,4 Prozent leben können. Mieten lohnt sich, wenn Sie mehrere tausend Euro im Monat per Karte einnehmen, viele girocard-Zahlungen haben, das Terminal an eine Kasse anbinden und bei einem Defekt schnell Ersatz brauchen.
Der Grund ist das Geschäftsmodell. Anbieter mit Kaufgeräten wie SumUp, Zettle oder myPOS verdienen fast ausschließlich an der Gebühr je Zahlung. Netzbetreiber mit Mietgeräten wie CCV oder ZahlungsWERK verdienen an der Miete und können deshalb niedrigere Sätze anbieten. Welches Modell günstiger ist, zeigt nur eine Rechnung über die gesamte Nutzungsdauer.
Wenn Sie schon wissen, dass Sie kaufen wollen, finden Sie Kriterien und Gerätepreise im Ratgeber Kartenlesegerät kaufen. Für die Miete stehen Preise und Vertragspunkte im Beitrag Kartenlesegerät mieten. Hier geht es um die Entscheidung zwischen beiden Wegen.
Die Tabelle stellt die beiden Modelle anhand veröffentlichter Angebote gegenüber, Stand Oktober 2026, Preise ohne Umsatzsteuer, soweit der Anbieter das so angibt.
| Merkmal | Kauf | Miete |
|---|---|---|
| Einstieg | Einmalig 29 bis 260 €, Geräte mit Drucker ab 169 € | Meist 0 bis 49 € Einrichtung oder Versand |
| Laufende Gerätekosten | Keine | Etwa 10 bis 20 € im Monat je Gerät |
| Gebühr je Zahlung | Meist 0,79 bis 1,5 %, teils mit Fixbetrag | Oft 0,35 bis 1,25 %, girocard teils als Centbetrag |
| Laufzeit | Meist keine Bindung | Oft 24 bis 60 Monate, einzelne Angebote monatlich kündbar |
| Service bei Defekt | Garantie, danach Neukauf | Wartung und Austauschgerät oft enthalten |
| Kassenanbindung per ZVT | Bei vielen App-Geräten nicht möglich | Bei klassischen Terminals üblich |
| Anbieterwechsel | Gerät meist nicht weiter nutzbar | Erst nach Laufzeitende, Gerät geht zurück |
Die Spannen stammen aus den Angeboten von CCV, myPOS, POS Payment, SumUp, Vert, ZahlungsWERK, Zettle und weiteren Anbietern. Einzelne Tarife weichen davon ab, etwa Aktionen mit gebührenfreien ersten Monaten.
Betrachtet man nur das Gerät, ist der Kauf fast immer günstiger. Ein SumUp Terminal mit Drucker kostet einmalig 169 Euro. Ein Mietgerät für 12,50 Euro im Monat kostet über 36 Monate 450 Euro, eines für 13,21 Euro über 60 Monate 792,60 Euro und ein mobiles Gerät für 19,99 Euro über 60 Monate 1.199,40 Euro.
Dazu kommen beim Kauf Ersatzbeschaffungen. Fällt ein Kaufgerät nach Ablauf der Garantie aus, kaufen Sie ein neues. Bei der Miete ist der Austausch meist enthalten, ZahlungsWERK nennt etwa Wartung, technischen Support und Austausch bei Defekt, CCV Service und Austauschgerät. Selbst mit einem Ersatzkauf bleibt der reine Gerätevergleich aber in der Regel beim Kauf.
Die Gerätekosten sind jedoch nur ein Teil. Über drei Jahre machen die Gebühren je Zahlung schon bei einem kleinen Café ein Vielfaches des Gerätepreises aus. Deshalb gehört der Tarif zwingend in den Vergleich.
Die Beispiele nutzen veröffentlichte Standardsätze, Stand Oktober 2026, ohne Umsatzsteuer und ohne Aktionen. Angenommen ist ein Kartenmix von 70 Prozent girocard und Debitkarten und 30 Prozent Verbraucher-Kreditkarten aus dem EWR. Firmenkarten und Karten aus Drittstaaten sind bei mehreren Anbietern teurer und hier nicht eingerechnet.
| Betrieb und Tarif | Modell | Kosten im Monat | Summe über 36 Monate |
|---|---|---|---|
| Kiosk, 1.000 € Kartenumsatz, 10 € Bon, SumUp Solo für 79 € und 1,39 % | Kauf | 13,90 € | 579,40 € |
| Kiosk, ZahlungsWERK V400c für 12,50 € und 0,69 % | Miete | 19,40 € | 698,40 € |
| Kiosk, CCV Base Next für 13,21 €, girocard 0,06 € je Zahlung, Kredit 1,25 % | Miete | 21,16 € | 761,76 € |
| Café, 6.000 € Kartenumsatz, 12 € Bon, SumUp Terminal für 169 € und 1,39 % | Kauf | 83,40 € | 3.171,40 € |
| Café, myPOS Ultra GC für 179 € und 1,29 % | Kauf | 77,40 € | 2.965,40 € |
| Café, ZahlungsWERK V400m mobil für 15,50 € und 0,69 % | Miete | 56,90 € | 2.048,40 € |
| Café, CCV Compact A77 mobil für 16,71 € | Miete | 60,21 € | 2.167,56 € |
| Boutique, 25.000 € Kartenumsatz, 45 € Bon, SumUp Terminal und 1,39 % | Kauf | 347,50 € | 12.679 € |
| Boutique, SumUp Terminal mit Zahlungen Plus, 0,79 % und 19 € Abo | Kauf | 216,50 € | 7.963 € |
| Boutique, ZahlungsWERK V400c für 12,50 € und 0,69 % | Miete | 185 € | 6.660 € |
| Boutique, CCV Base Next für 13,21 € | Miete | 130,30 € | 4.690,80 € |
Beim Kiosk gewinnt der Kauf, weil die Miete höher ist als die gesparte Gebühr. Beim Café kehrt sich das Bild um, die Miettarife sparen über drei Jahre rund 800 bis 1.100 Euro. Bei der Boutique sind die Unterschiede am größten. Der Tarif mit Centbetrag für girocard spielt hier seine Stärke aus, weil 0,06 Euro bei einem Bon von 45 Euro nur gut 0,13 Prozent entsprechen. Zahlungen Plus bei SumUp setzt voraus, dass alle Karten EWR-Verbraucherkarten sind, Firmen- und Premiumkarten bleiben bei 1,39 Prozent. Bedenken Sie außerdem die Laufzeiten, ZahlungsWERK bindet 36 Monate, CCV je nach Vertrag 24 bis 60 Monate. Ihre eigenen Werte rechnen Sie im Preisrechner für Kartenzahlung nach.
Geben Sie Kartenumsatz, Bonhöhe und Kartenmix ein und sehen Sie die Gesamtkosten der passenden Tarife über die Laufzeit.
Eine einfache Faustregel hilft bei der ersten Einschätzung. Teilen Sie die Monatsmiete durch den Unterschied der Sätze. Bei 12,50 Euro Miete und einem Unterschied von 0,7 Prozentpunkten zwischen 1,39 und 0,69 Prozent liegt die Schwelle bei rund 1.800 Euro Kartenumsatz im Monat. Darunter ist der Kauf günstiger, darüber die Miete. Der einmalige Kaufpreis verschiebt die Schwelle nur leicht.
Bei Tarifen mit Centbetrag je Zahlung zählt zusätzlich die Bonhöhe. 0,06 Euro sind bei einem Bon von 5 Euro schon 1,2 Prozent, bei 45 Euro nur noch gut 0,13 Prozent. Betriebe mit sehr kleinen Bons profitieren daher weniger von solchen Modellen als Händler mit mittleren und hohen Beträgen.
Umgekehrt verliert die Miete, wenn der Satz kaum niedriger ist als beim Kaufgerät. Ein Mietterminal mit 15 Euro im Monat und 1,19 Prozent spart gegenüber 1,39 Prozent nur 0,2 Prozentpunkte. Hier liegt die Schwelle bei 7.500 Euro Kartenumsatz im Monat. Wie sich Gebühren zusammensetzen, erklärt der Beitrag zu den Gebühren der Kartenzahlung.
Monatsmiete geteilt durch die Differenz der Sätze ergibt den Kartenumsatz, ab dem sich die Miete trägt.
Steht das Terminal still, verliert ein Betrieb mit hohem Kartenanteil sofort Umsatz. Mietverträge enthalten deshalb oft einen Austauschservice. Vert nennt ein Austauschgerät am nächsten Werktag bei Meldung bis 13 Uhr, PAYONE Wartung und Austausch defekter Geräte, REA Card Hotline an sieben Tagen und Außendienst vor Ort. Bei Kaufgeräten gilt die Garantie des Anbieters, SumUp nennt ein Jahr. Danach kaufen Sie ein neues Gerät und warten auf den Versand.
Viele Käufer lösen das Risiko mit einem zweiten günstigen Gerät oder mit Tap to Pay auf dem iPhone als Reserve. Das kostet wenig und hilft auch bei Netzproblemen. Welche Vorsorge bei Verbindungsausfällen sinnvoll ist, zeigt der Beitrag Kartenterminal offline.
Der größte Nachteil der Miete ist die Bindung. Viele Verträge laufen 36, 48 oder 60 Monate und verlängern sich automatisch, wenn Sie nicht rechtzeitig kündigen. Fiserv nennt in den AGB mindestens 48 Monate und eine Verlängerung um jeweils zwölf Monate ohne Kündigung drei Monate vor Ablauf. Vert nennt in der Aktion 60 Monate mit drei Monaten Kündigungsfrist zum Vertragsende.
Es gibt Ausnahmen. POS Payment bietet für die veröffentlichten Worldline-Terminals monatlich kündbare Mietverträge, der Satz für Kreditkarten ist dort allerdings nicht veröffentlicht. Bei Kaufgeräten entfällt die Laufzeit meist ganz, Abos zur Senkung des Satzes sind monatlich kündbar.
Flexibilität hat einen Wert, den die reine Kostenrechnung nicht zeigt. Wer ein neues Geschäft eröffnet, umziehen will oder noch nicht weiß, wie sich der Umsatz entwickelt, sollte lange Laufzeiten meiden. Wie Sie bestehende Verträge beenden, steht im Beitrag Vertrag beim Zahlungsanbieter kündigen.
Zwischen klassischem Kauf und klassischer Miete gibt es mehrere Modelle, die sich je nach Betrieb lohnen können.
Bei flatpay kostet das Terminal 0 Euro, solange der Mindestumsatz je Gerät erreicht wird, ohne Monatsgebühr.
REA Card nennt im Smart Light Tarif 1 Prozent vom Umsatz und 0 Euro Terminalmiete bei 60 Monaten Laufzeit.
VR Payment bietet Pakete von 19,90 bis 94,90 Euro im Monat mit Terminal und Umsatzvolumen ohne Transaktionsentgelt.
CCV verkauft Geräte für 349 bis 762 Euro und berechnet 7 bis 9 Euro Servicegebühr im Monat.
Für Feste und Saisonbetriebe gibt es zudem Kurzzeitmieten, POS Payment nennt sie als Zusatzleistung. Ob ein Paket günstiger ist als Kauf oder Miete, hängt davon ab, wie gut Ihr Umsatz zum Inklusivvolumen passt.
Die Tabelle fasst zusammen, wozu wir je nach Betrieb tendieren würden. Sie ersetzt keine Rechnung mit Ihren eigenen Zahlen.
| Betrieb | Tendenz | Begründung |
|---|---|---|
| Kiosk, Marktstand, Nebenerwerb | Kauf | Wenig Umsatz, Miete würde die Ersparnis übersteigen |
| Events und Saisonbetrieb | Kauf oder Kurzzeitmiete | Keine Kosten in umsatzlosen Monaten |
| Café und Imbiss | Rechnen, ab etwa 2.000 € oft Miete | Viele Zahlungen, niedriger Satz zahlt sich aus |
| Restaurant | Miete | Mehrere mobile Geräte, Kassenanbindung, schneller Austausch |
| Einzelhandel mit Kasse | Miete | ZVT-Anbindung, hoher girocard-Anteil, Centbetrag statt Prozentsatz |
| Handwerk und Außendienst | Kauf | Wenige hohe Beträge, mobil, keine Kasse |
Wer ein EC-Gerät kaufen oder mieten will, meint meist die girocard. Klassische Mietterminals nehmen die girocard über das deutsche System an und rechnen sie oft als Centbetrag oder mit niedrigem Prozentsatz ab, CCV nennt 0,06 Euro je Zahlung, POS Payment 0,2 Prozent plus 0,02 Euro zuzüglich 0,07 Euro Transaktionsgebühr. Bei Kaufgeräten gilt dagegen meist ein Einheitssatz für alle Karten, und nicht jedes Modell unterstützt die girocard selbst.
Ein zweiter Punkt ist die Kasse. Haben Sie eine Kasse, die den Betrag per ZVT an das Terminal überträgt, brauchen Sie ein Terminal mit dieser Schnittstelle. Das ist bei Mietterminals der Netzbetreiber Standard, bei vielen Kaufgeräten von App-Anbietern nicht. Details erklärt der Beitrag Kassensystem und Kartenterminal verbinden, eine Übersicht passender Geräte finden Sie unter Kartenterminals im Vergleich.
Ein gekauftes Terminal ist ein Wirtschaftsgut. Geräte bis 800 Euro netto können nach Paragraf 6 Absatz 2 EStG in der Regel als geringwertiges Wirtschaftsgut sofort abgeschrieben werden. Die Miete ist laufend als Betriebsausgabe absetzbar, ebenso die Gebühren je Zahlung. Steuerlich ist der Unterschied für die meisten kleinen Betriebe daher gering. Die genaue Behandlung klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.
Eine TSE nach Paragraf 146a AO braucht das Kartenterminal in keinem Fall, egal ob gekauft oder gemietet. Sie ist für die elektronische Kasse vorgeschrieben. Einen Überblick über alle Gerätearten und den Einstieg in die Kartenzahlung bietet unser Ratgeber zum Gerät für die Kartenzahlung.
Bei kleinem oder saisonalem Kartenumsatz ist Kaufen meist günstiger und flexibler. Ab etwa 2.000 Euro Kartenumsatz im Monat können Mietterminals mit niedrigem Satz je Zahlung über die Laufzeit günstiger sein. Entscheidend ist die Rechnung aus Gerät und Gebühren über mindestens drei Jahre.
Für kleine Betriebe mit wenigen hundert bis rund 1.500 Euro Kartenumsatz im Monat ist Kaufen fast immer günstiger. In unserem Kioskbeispiel mit 1.000 Euro Umsatz spart der Kauf über drei Jahre rund 120 bis 180 Euro gegenüber zwei Miettarifen.
Mietterminals klassischer Netzbetreiber rechnen die girocard oft sehr günstig ab, etwa mit 0,06 Euro je Zahlung bei CCV. Kaufgeräte nutzen meist einen Einheitssatz für alle Karten, und nicht jedes Modell unterstützt die girocard selbst. Wer viele girocard-Zahlungen mit mittleren Bons hat, profitiert oft von der Miete.
Häufig 24 bis 60 Monate, oft mit automatischer Verlängerung um zwölf Monate. Einzelne Anbieter wie POS Payment bieten monatlich kündbare Mietverträge an. Prüfen Sie Laufzeit und Kündigungsfrist vor Vertragsabschluss.
Das Gerät lässt sich in der Regel nicht beim neuen Anbieter nutzen, weil es auf das Netz des alten Anbieters eingestellt ist. Planen Sie den Kaufpreis bei einem Wechsel deshalb als verlorene Kosten ein.
Beim Kauf gilt die Garantie des Anbieters, bei SumUp zum Beispiel ein Jahr. Danach ersetzen Sie ein defektes Gerät selbst. Bei Mietterminals sind Wartung und Austausch häufig in der Miete enthalten.
Die Miete ist als Betriebsausgabe absetzbar, ein Kaufgerät bis 800 Euro netto lässt sich in der Regel sofort als geringwertiges Wirtschaftsgut abschreiben. Klären Sie Einzelheiten mit Ihrer Steuerberatung.
Geben Sie Ihren Bedarf an und erhalten Sie kostenlos Angebote passender Anbieter.
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