Startseite » Zahlungsanbieter Vergleich » Wissen zur Kartenzahlung » Kartenlesegerät mieten, Mietpreise, Mietmodelle und Vertragspunkte im Überblick
Wer ein Kartenlesegerät mieten möchte, zahlt Stand Oktober 2026 bei den meisten Anbietern zwischen rund 6 und 25 Euro im Monat je Gerät, mobile Terminals mit Drucker liegen am oberen Ende. Dafür sind Wartung und Austausch bei Defekt oft enthalten, und die Gebühren je Zahlung liegen meist unter denen von Kaufgeräten. Der Haken sind Laufzeiten von häufig 36 bis 60 Monaten und Posten, die nicht auf der Preisseite stehen. Dieser Ratgeber zeigt veröffentlichte Mietpreise, die gängigen Mietmodelle, die Gesamtkosten über die Laufzeit und die Vertragspunkte, die Sie vor der Unterschrift prüfen sollten.
Beim Mieten zahlen Sie eine monatliche Gebühr für die Nutzung eines Terminals, das Eigentum des Anbieters bleibt. In der Regel erhalten Sie ein klassisches Kartenterminal mit girocard-Zulassung, Drucker und Kassenschnittstelle, oft auch ein mobiles Gerät mit SIM-Karte. Am Ende der Laufzeit geben Sie das Gerät zurück oder verlängern den Vertrag.
Getrennt davon schließen Sie einen Akzeptanzvertrag, der festlegt, was jede Zahlung kostet. Manche Anbieter bündeln beides, andere führen Miete und Akzeptanz als zwei Verträge mit eigenen Laufzeiten. Für die Kosten zählt immer die Summe aus Miete, Gebühren je Zahlung und Nebenkosten.
Ob die Miete überhaupt der richtige Weg ist, zeigt der Vergleich Kartenterminal kaufen oder mieten mit Gesamtkosten für drei Betriebstypen. Wer ein eigenes Gerät bevorzugt, findet Kriterien und Preise im Ratgeber Kartenlesegerät kaufen.
Die Tabelle zeigt veröffentlichte Mietpreise alphabetisch sortiert, Stand Oktober 2026, ohne Umsatzsteuer, soweit der Anbieter das so angibt. Viele Preise gelten nur in einem bestimmten Tarif oder einer Aktion.
| Anbieter | Miete im Monat | Gebühr je Zahlung | Laufzeit |
|---|---|---|---|
| CCV | Base Next 13,21 €, mobil 16,71 bis 21,21 € | girocard und Debit 0,06 €, Kredit 1,25 % | 24 bis 60 Monate |
| Elavon | 18 € stationär, 19,99 € mobil ab dem 13. Monat | Debit 0,59 %, Kredit 0,99 % plus 0,01 € | 36 Monate im Programm |
| Global Payments | Nexgo N86 9,90 € im Programm | ab 0,79 % Debit, ab 0,99 % Kredit, plus 0,08 € | drei Jahre im Programm |
| Nexi | 15 €, einmalig 1 € Bereitstellung | 1,19 % im Aktionsangebot | 48 Monate |
| PAYONE | All Time Flex einmalig ab 19 € für 24 Monate | girocard 0,89 %, mindestens 0,15 €, Kredit 1,9 % | 24 Monate |
| POS Payment | yomani xr 10,50 €, yoximo 13,50 oder 16,50 € | girocard 0,2 % plus 0,02 €, dazu 0,07 € | monatlich kündbar |
| REA Card | 0 € im Smart Light Tarif | 1 % vom Umsatz | 60 Monate |
| Unzer | DESK/5000 und MOVE/5000 ab 22,90 € | je nach Paket | nicht veröffentlicht |
| Vert | Clover Pocket 5,99 €, Clover Flex 19,99 € | Pocket 0,99 %, Flex girocard 0,35 %, Debit 0,59 %, Kredit 0,99 % | 60 Monate in der Aktion |
| VR Payment | Fixpreispakete 19,90 bis 94,90 € inklusive Terminal | keine bis zum Inklusivvolumen | 24 Monate oder monatlich |
| ZahlungsWERK | 12,50 € stationär, 15,50 bis 17,95 € mobil | 0,69 % für girocard, Visa und Mastercard | 36 Monate |
POS Payment berechnet zusätzlich einmalig 49 Euro für Konfiguration und Versand. Bei PAYONE kosten in der Flatrate ein kabelloses Gerät 3 Euro und eine SIM-Karte 5 Euro im Monat zusätzlich. Elavon und Vert bieten in ihren Aktionen zwölf gebührenfreie erste Monate, danach gelten die genannten Konditionen. Fiserv und Worldline veröffentlichen keine Mietpreise.
Die Miete deckt die Nutzung des Geräts ab. Je nach Anbieter gehören Wartung, Software-Updates, technischer Support und ein Austauschgerät bei Defekt dazu. ZahlungsWERK nennt Wartung, technischen Support und Austausch bei Defekt, CCV Service und Austauschgerät, Vert ein Austauschgerät am nächsten Werktag bei Meldung bis 13 Uhr. Bei REA Card kommt im Beispiel für stationäre Terminals zur Miete von 24,90 Euro ein Servicepaket von 9,90 Euro im Monat hinzu, im Smart Light Tarif entfällt die Miete.
Nicht enthalten sind fast immer die Gebühren je Zahlung. Ausnahme sind Fixpreispakete wie bei VR Payment, die ein bestimmtes Umsatzvolumen abdecken. Mehrumsatz kostet dort 4,90 Euro je angefangene 250 Euro. Ebenfalls extra kommen häufig Einrichtung, Versand, SIM-Karte und Papierrollen.
Fragen Sie vor Vertragsabschluss schriftlich nach allen Entgelten, die neben Miete und Gebühr je Zahlung anfallen können.
Hinter dem Begriff Miete stecken verschiedene Modelle. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie Gerät und Gebühren verrechnet werden.
Feste Monatsmiete plus Gebühr je Zahlung, oft mit Service, Laufzeit meist 24 bis 60 Monate.
Keine Miete, dafür ein höherer Satz je Zahlung und lange Laufzeit, etwa im Smart Light Tarif von REA Card.
Monatlicher Festpreis mit Terminal und Umsatzvolumen ohne Transaktionsentgelt, bei VR Payment von 19,90 bis 94,90 Euro.
Für Feste und Saisonbetrieb, POS Payment nennt sie als Zusatzleistung.
Welches Modell passt, hängt vom Umsatz ab. Ein Paket mit Inklusivvolumen lohnt sich, wenn Ihr Umsatz gut zur Paketgröße passt. Die klassische Miete mit niedrigem Satz passt bei hohem Umsatz, die Miete im Tarif bei mittlerem Umsatz und dem Wunsch nach festen Kosten.
Die Monatsmiete wirkt klein, entscheidend ist die Summe über die gesamte Vertragsdauer. Die Tabelle rechnet die veröffentlichten Mietpreise auf die jeweilige Laufzeit hoch, ohne Gebühren je Zahlung.
| Gerät und Anbieter | Miete | Laufzeit | Miete gesamt |
|---|---|---|---|
| Vert Clover Pocket | 5,99 € | 60 Monate | 359,40 € |
| Global Payments Nexgo N86 | 9,90 € | 36 Monate | 356,40 € |
| POS Payment yomani xr | 10,50 € plus 49 € einmalig | 36 Monate genutzt | 427 € |
| Elavon stationär | 12 Monate 0 €, danach 18 € | 36 Monate | 432 € |
| ZahlungsWERK stationär | 12,50 € | 36 Monate | 450 € |
| ZahlungsWERK mobil A920 Pro | 17,95 € | 36 Monate | 646,20 € |
| Nexi DeskPOS oder SmartPOS | 15 € plus 1 € | 48 Monate | 721 € |
| CCV Base Next | 13,21 € | 60 Monate | 792,60 € |
| Vert Clover Flex | 19,99 € | 60 Monate | 1.199,40 € |
Beide Beispiele rechnen mit veröffentlichten Sätzen, Stand Oktober 2026, ohne Umsatzsteuer und ohne Aktionsmonate. Angenommen sind 70 Prozent girocard und 30 Prozent Verbraucher-Kreditkarten aus dem EWR.
Das Café braucht ein mobiles Gerät für den Tisch. Bei ZahlungsWERK kostet das V400m 15,50 Euro, die Gebühr von 0,69 Prozent macht 41,40 Euro, zusammen 56,90 Euro im Monat. Bei CCV kostet das mobile Compact A77 16,71 Euro, dazu kommen 350 girocard-Zahlungen zu 0,06 Euro und 1.800 Euro Kreditkartenumsatz zu 1,25 Prozent, zusammen 60,21 Euro. Mit dem Clover Flex bei Vert sind es 19,99 Euro Miete, 14,70 Euro für girocard und 17,82 Euro für Kreditkarten, zusammen 52,51 Euro. Ein Kaufgerät mit 1,39 Prozent kostet dasselbe Café 83,40 Euro im Monat an Gebühren.
Bei CCV mit dem stationären Base Next kommt die Boutique auf 13,21 Euro Miete, rund 389 girocard-Zahlungen zu je 0,06 Euro und 93,75 Euro für Kreditkarten, zusammen 130,30 Euro. Bei ZahlungsWERK sind es 12,50 Euro plus 172,50 Euro, also 185 Euro. Mit dem Clover Flex bei Vert kostet es 155,49 Euro, mit dem günstigeren Clover Pocket und 0,99 Prozent für alle Karten dagegen 253,49 Euro. Die niedrige Miete des Pocket wird hier durch den höheren Satz mehr als aufgezehrt. Ein Kaufgerät mit 1,39 Prozent läge bei 347,50 Euro.
Die Beispiele zeigen, dass bei der Miete der Satz je Zahlung wichtiger ist als die Monatsmiete. Ihre eigenen Werte rechnen Sie im Preisrechner für Kartenzahlung nach.
Geben Sie Kartenumsatz und Bonhöhe ein und sehen Sie, welche Kombination aus Miete und Gebühr für Ihren Betrieb am günstigsten ist.
Bevor Sie ein Kartenterminal mieten, lohnt ein genauer Blick in Vertrag und Preisverzeichnis. Die meisten Ärgernisse entstehen nicht durch die Miete selbst, sondern durch Laufzeit, Verlängerung und Nebenkosten.
Fiserv nennt in den AGB eine Laufzeit von mindestens 48 Monaten und eine Verlängerung um jeweils zwölf Monate, wenn nicht drei Monate vor Ablauf gekündigt wird. Solche Klauseln sind verbreitet. Wie Sie einen laufenden Vertrag beenden, erklärt der Beitrag Vertrag beim Zahlungsanbieter kündigen.
Ein Zahlungsterminal zu mieten lohnt sich vor allem für Betriebe mit regelmäßig hohem Kartenumsatz. Ab etwa 1.800 Euro im Monat gleicht ein Satz von 0,69 Prozent die Miete von 12,50 Euro gegenüber einem Kaufgerät mit 1,39 Prozent aus. Je höher der Umsatz, desto größer der Vorteil.
Typische Mieter sind die Gastronomie mit mehreren mobilen Geräten und Kassenanbindung, der Einzelhandel mit hohem girocard-Anteil und Betriebe, bei denen jede Stunde Ausfall teuer ist. Für Kleinbetriebe mit wenigen Zahlungen, Marktstände und Saisonbetriebe ist die Miete dagegen selten wirtschaftlich. Dort sind ein Kaufgerät oder Tap to Pay die bessere Wahl, mehr dazu im Beitrag zur Kartenzahlung für Kleinbetriebe.
Wer ein EC-Gerät mieten möchte, meint die girocard, die frühere EC-Karte. Hier spielen Mietterminals ihre größte Stärke aus. Klassische Netzbetreiber rechnen die girocard über das deutsche System ab, teils als Centbetrag je Zahlung. CCV nennt 0,06 Euro, POS Payment 0,2 Prozent plus 0,02 Euro zuzüglich 0,07 Euro Transaktionsgebühr, Vert im Clover Flex 0,35 Prozent und Elavon 0,214 Prozent plus 0,03 Euro.
Ein Centbetrag ist bei hohen Bons besonders günstig, bei sehr kleinen Bons kann ein Prozentsatz besser sein. 0,06 Euro entsprechen bei 45 Euro gut 0,13 Prozent, bei 5 Euro aber 1,2 Prozent. Hintergründe zur Abrechnung liefert der Beitrag zu den girocard-Gebühren. Wie Sie ein Mietgerät an Ihre Kasse anbinden, zeigt der Ratgeber Kassensystem und Kartenterminal verbinden.
Am Ende der Laufzeit geben Sie das Gerät in der Regel per Versand zurück. Bewahren Sie Originalverpackung und Zubehör auf und lassen Sie sich die Rückgabe bestätigen. Fehlt Zubehör oder ist das Gerät beschädigt, können Gebühren anfallen. Kündigen Sie rechtzeitig schriftlich, sonst läuft der Vertrag bei vielen Anbietern weitere zwölf Monate.
Die Miete ist als Betriebsausgabe absetzbar, ebenso die Gebühren je Zahlung. Eine TSE nach Paragraf 146a AO braucht das Mietterminal nicht, sie ist für die elektronische Kasse vorgeschrieben. Klären Sie steuerliche Einzelheiten mit Ihrer Steuerberatung. Einen Überblick über alle Gerätearten bietet der Ratgeber zum Gerät für die Kartenzahlung.
Veröffentlichte Mietpreise liegen Stand Oktober 2026 meist zwischen rund 6 und 25 Euro im Monat je Gerät, ohne Umsatzsteuer. Mobile Geräte mit SIM-Karte und Drucker sind teurer als stationäre. Dazu kommen die Gebühren je Zahlung und teils Einrichtung oder Servicepaket.
Je nach Gerät und Laufzeit summiert sich die Miete auf rund 360 bis 1.200 Euro. Ein Terminal für 13,21 Euro kostet über 60 Monate 792,60 Euro, eines für 19,99 Euro über 60 Monate 1.199,40 Euro. Die Gebühren je Zahlung kommen hinzu.
Mietgeräte mit girocard bieten unter anderem CCV, Elavon, Global Payments, Nexi, PAYONE, POS Payment, REA Card, Unzer, Vert, VR Payment und ZahlungsWERK an. Die Konditionen unterscheiden sich stark, vergleichen Sie Miete, Gebühr je Zahlung und Laufzeit gemeinsam.
Ja, einzelne Anbieter wie POS Payment bieten monatlich kündbare Mietverträge an, VR Payment hat neben Paketen mit 24 Monaten auch monatliche Optionen. Die meisten Mietverträge laufen aber 36 bis 60 Monate.
Je nach Anbieter Wartung, Software-Updates, Support und ein Austauschgerät bei Defekt. Die Gebühren je Zahlung sind fast immer extra, ebenso häufig Einrichtung, SIM-Karte und Papierrollen.
Bei wenig Kartenumsatz meist nicht, weil die Miete die gesparte Gebühr übersteigt. Unterhalb von etwa 1.800 Euro Kartenumsatz im Monat ist ein Kaufgerät oder Tap to Pay in der Regel günstiger.
Einige Anbieter haben Kurzzeitmieten im Programm, POS Payment nennt sie zum Beispiel als Zusatzleistung. Alternativ ist ein günstiges Kaufgerät ohne Laufzeit für einzelne Veranstaltungen oft die einfachere Lösung.
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