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Ein Kartenterminal mit Kassenanbindung übernimmt den Zahlbetrag automatisch aus Ihrem Kassensystem und meldet das Ergebnis der Zahlung zurück. Niemand tippt den Betrag doppelt ein, Kartenumsätze landen mit der richtigen Zahlart im Kassenbericht, und Stornos laufen direkt aus der Kasse. In Deutschland geschieht das meist über die ZVT-Schnittstelle, daneben gibt es O.P.I. und Cloud-Verbindungen einzelner Anbieter. Entscheidend ist, dass Terminal und Kasse nachweislich zueinander passen.
Sobald Sie den Bon abschließen und Kartenzahlung wählen, schickt die Kasse den Betrag an das Terminal. Das Terminal fordert die Kundin zum Vorhalten der Karte auf, holt online die Freigabe ein und meldet Kartentyp, gekürzte Kartennummer und Belegnummer an die Kasse zurück. Die Kasse verbucht die Zahlung automatisch und druckt den Zahlungsbeleg auf Wunsch gleich mit auf den Kassenbon.
Herstellerunabhängiges Protokoll des Verbands der Terminalhersteller, in Deutschland der verbreitete Standard für die Kassenanbindung.
Verbindung per LAN oder WLAN über TCP/IP, bei älteren Kassen auch seriell über RS232 oder per USB.
Die Kasse schickt den Zahlauftrag über den Server des Zahlungsanbieters, ohne feste IP-Adresse und Kassenkabel.
Zahlungsbeleg auf dem Kassenbon, Storno und Kassenschnitt lassen sich aus der Kasse auslösen.
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Dass Kasse und Terminal beide ZVT beherrschen, heißt noch nicht, dass jede Funktion zusammenspielt. Die Spezifikation ist umfangreich, und jeder Hersteller setzt nur einen Teil davon um. Viele Kassenanbieter führen deshalb eine Liste freigegebener Terminals. Fragen Sie vor Vertragsschluss nach dieser Liste und lassen Sie sich bestätigen, dass Zahlung, Storno, Trinkgeld und Kassenschnitt mit Ihrem Wunschgerät funktionieren.
Wer noch keine Kasse hat, kann umgekehrt vorgehen und ein Kassensystem mit integrierter Kartenzahlung wählen, bei dem beides aus einer Hand kommt. Für Kassen mit großem Kundenaufkommen lohnt außerdem ein Blick auf das PIN-Pad, das fest auf der Kundenseite steht.
Die Kassenanbindung lohnt sich überall dort, wo viele Kartenzahlungen am Tag über eine elektronische Kasse laufen.
Viele Zahlungen, kurze Wartezeiten und eine Kasse mit Warenwirtschaft.
Rechnungen teilen, Trinkgeld korrekt verbuchen und Umsätze je Bedienung auswerten.
Hohe Taktung an der Theke und einheitliche Abrechnung über mehrere Standorte.
Ausgewählte Geräte und Tarife laut Anbieterangaben, Stand Oktober 2026, Preise ohne Umsatzsteuer soweit angegeben. Reihenfolge alphabetisch, keine Wertung.
| Anbieter | Gerät | Kosten laut Anbieter | Kassenanbindung |
|---|---|---|---|
| Fiserv | Clover sowie Terminals wie CCV Base Next und V660c | Preise individuell, Laufzeit laut AGB mindestens 48 Monate | ZVT, für Windows-Kassen die Bibliothek SoftConnect |
| POS Payment | Worldline yomani xr | 10,50 Euro Miete im Monat, 0,07 Euro je Zahlung, girocard 0,2 Prozent plus 0,02 Euro | je nach Gerät ZVT, O.P.I. oder elPay |
| REA Card | REA T8 pro, T9 pro und T9 retail | Smart Light 1 Prozent vom Umsatz bei 60 Monaten Laufzeit | ZVT und O.P.I., seriell oder per TCP/IP |
| SumUp | Solo | 79 Euro Kauf, 1,39 Prozent, mit Abo 0,79 Prozent für EWR-Verbraucherkarten | Cloud API mit Kopplung per Code |
| Vert | Clover Flex | 19,99 Euro Miete, girocard 0,35 Prozent, Kreditkarte 0,99 Prozent ab Monat 13 der Aktion | ZVT |
| ZahlungsWERK | Verifone P630 oder V400c | 12,50 Euro Miete im Monat, 0,69 Prozent, 36 Monate Laufzeit | Anbindung an bestehende Kassen |
Für die Verbindung von Kasse und Kartenterminal haben sich drei technische Wege durchgesetzt. Welcher passt, hängt vor allem davon ab, ob Sie Ihre Kasse behalten und beim Zahlungsanbieter frei bleiben wollen. Die ZVT-Spezifikation stellt der Verband der Terminalhersteller kostenlos bereit, im Oktober 2026 in der Revision 13.13. Alle technischen Details erklärt der Ratgeber zur ZVT-Schnittstelle.
| Merkmal | ZVT | O.P.I. | Cloud-Schnittstelle |
|---|---|---|---|
| Herkunft | Verband der Terminalhersteller in Deutschland | Wincor Nixdorf ab 2003 | jeweiliger Zahlungsanbieter |
| Datenformat | binäre Befehle mit festen Codes | XML-Nachrichten | Webschnittstelle mit Rückmeldung per Webhook |
| Verbindung | RS232, USB oder TCP/IP | TCP/IP mit zwei Kanälen | Internet, kein gemeinsames Netz nötig |
| Anbieterwechsel | möglich, wenn die Kasse das neue Gerät kennt | möglich bei unterstützten Geräten | meist neue Integration nötig |
| Typischer Einsatz | Handel, Gastronomie, Automaten | Handelsketten und Tankstellen | Cloud-Kassen und mobile Teams |
Bei einer lokalen ZVT-Anbindung folgt die Einrichtung bei fast allen Geräten demselben Muster. Bei Cloud-Lösungen entfallen die Netzwerkschritte, dort koppeln Sie Kasse und Terminal per Code in der Software. Planen Sie für den ersten Test etwas Zeit vor Ladenöffnung ein.
Die Pflicht zur zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung nach Paragraf 146a Abgabenordnung gilt für die elektronische Kasse, nicht für das Kartenterminal. Die Kasse signiert den Bon mit der Kartenzahlung über ihre TSE, das Terminal liefert nur die Zahlungsdaten. Für den Datenexport nach DSFinV-K unterscheidet die Kasse unter anderem EC-Karte und Kreditkarte, eine Anbindung mit Rückmeldung des Kartentyps erleichtert diese Zuordnung. Wie Sie Kartenumsätze verbuchen, erklärt der Beitrag zur Kartenzahlung in der Buchhaltung. Im Zweifel klären Sie solche Fragen mit Ihrer Steuerberatung.
Lassen Sie sich von Kassen- und Zahlungsanbieter schriftlich bestätigen, dass Ihr Wunschterminal mit Ihrer Kasse und deren Softwareversion funktioniert. Das erspart teure Fehlkäufe. Mehr dazu im Ratgeber Kassensystem und Kartenterminal verbinden.
Geben Sie Ihren Bedarf im Preisrechner an und erhalten Sie passende Angebote, kostenlos und unverbindlich.
Ein ZVT-Terminal ist ein Kartenterminal, das die ZVT-Schnittstelle beherrscht. Über dieses herstellerunabhängige Protokoll schickt die Kasse den Betrag an das Terminal und erhält das Ergebnis zurück. Die Spezifikation stellt der Verband der Terminalhersteller in Deutschland kostenlos bereit.
Das entscheidet in erster Linie Ihr Kassenanbieter. Er nennt die Terminals, die mit Ihrer Kasse getestet und freigegeben sind. Wählen Sie Gerät und Zahlungsanbieter aus dieser Liste oder fragen Sie gezielt nach, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben.
Mietgeräte für die Kassenanbindung kosten laut veröffentlichten Tarifen meist rund 10 bis 20 Euro im Monat, Kaufgeräte mit Cloud-Anbindung gibt es ab rund 80 Euro. Hinzu kommen die Gebühren je Zahlung und teils Einrichtungskosten beim Kassenanbieter.
Bei ZVT reicht für die Strecke zwischen Kasse und Terminal das lokale Netz oder ein Kabel. Für die Freigabe der Zahlung braucht das Terminal aber eine Verbindung zum Netzbetreiber. Cloud-Anbindungen benötigen eine stabile Internetverbindung, sonst kommt der Zahlauftrag nicht beim Terminal an.
Oft ja, wenn beide ZVT unterstützen und der Kassenanbieter Ihr Modell freigegeben hat. Bei Terminals, die nur per Cloud an die Kasse ihres eigenen Anbieters angebunden werden, ist das meist nicht möglich.
Nein. Die TSE-Pflicht nach Paragraf 146a Abgabenordnung betrifft die elektronische Kasse. Das Terminal liefert nur die Zahlungsdaten, die Kasse sichert den Bon ab.
ZVT arbeitet mit binären Befehlen und ist in Deutschland in fast allen Branchen verbreitet. O.P.I. tauscht XML-Nachrichten aus und findet sich vor allem bei Handelsketten und Tankstellen. Viele Terminals beherrschen beide Protokolle.
Die Kundenseite der Zahlung an der Kasse.
Kasse und Zahlung aus einer Hand.
Wie Kasse und Terminal miteinander sprechen.
Anbindungsarten und Einrichtung im Überblick.
Angaben zu Geräten, Schnittstellen und Preisen beruhen auf Anbieterangaben, der ZVT-Spezifikation des Verbands der Terminalhersteller und öffentlich zugänglichen Quellen, Stand Oktober 2026, Preise ohne Umsatzsteuer soweit angegeben. Die Nennung eines Anbieters ist keine Empfehlung.