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Online Zahlungsdienstleister im Vergleich, so finden Sie den passenden Anbieter für Ihren Onlineshop

Online zahlungsdienstleister, Symbolbild
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Ein Online Zahlungsdienstleister wickelt für Ihren Onlineshop alle Zahlungen ab, von Kreditkarte und Apple Pay über PayPal bis zu Lastschrift oder Rechnung, und zahlt die Umsätze abzüglich Gebühren auf Ihr Geschäftskonto aus. Den passenden Anbieter finden Sie, wenn Sie vier Punkte prüfen, die Zahlarten Ihrer Kundschaft, die Gesamtkosten bei Ihrem Bestellvolumen, die Anbindung an Ihr Shopsystem und die Vertragsbedingungen zu Auszahlung und Rückbuchungen. Veröffentlichte Standardsätze für EWR-Verbraucherkarten liegen Stand Oktober 2026 meist zwischen etwa 1,3 und 2,1 Prozent plus einem Fixbetrag von 0,10 bis 0,30 Euro je Zahlung. Dieser Ratgeber führt Sie mit Vergleichstabelle, Rechenbeispielen und Checkliste zur Entscheidung.

Das Wichtigste in Kürze

Was ein Online-Zahlungsdienstleister leistet

Ein Online-Zahlungsdienstleister, oft auch Payment Service Provider oder kurz PSP genannt, verbindet Ihren Onlineshop mit den Zahlungssystemen. Er stellt den Checkout oder die Bezahlfelder bereit, leitet Kartenzahlungen an Acquirer und Kartensysteme weiter, bindet Wallets wie Apple Pay und Google Pay sowie Verfahren wie PayPal, Klarna oder Lastschrift an und prüft Zahlungen auf Betrug. Am Ende rechnet er alle Zahlarten gesammelt ab und zahlt aus. Die Rollen im Hintergrund erklärt der Beitrag Payment Service Provider.

Für Händler gibt es zwei Grundmodelle. Beim Sammelmodell, auch Payment Facilitator genannt, schließen Sie nur einen Vertrag mit dem Dienstleister, der die Zahlarten unter seinem eigenen Vertrag abwickelt, die Einrichtung dauert dann oft nur Minuten. Beim Gateway-Modell bringt der Dienstleister die Technik, Sie schließen aber zusätzlich eigene Akzeptanzverträge mit Acquirern oder Zahlartenanbietern, was bei großem Volumen bessere Konditionen bringen kann. Wie sich Zahlungsdienstleister allgemein einordnen, zeigt der Ratgeber Zahlungsdienstleister erklärt.

Online Zahlungsdienstleister Vergleich der veröffentlichten Tarife

Die Tabelle zeigt veröffentlichte Standardsätze für Online-Kartenzahlungen mit Verbraucherkarten aus dem EWR, Stand Oktober 2026, ohne Umsatzsteuer, soweit die Anbieter das so angeben. Anbieter alphabetisch, ohne Rangfolge. Weitere Zahlarten wie PayPal oder Klarna kosten meist eigene Gebühren.

AnbieterOnline-Kartenzahlung laut AnbieterMonatsgebühr und Besonderheit
AdyenInterchange++ plus 0,11 Euro Bearbeitungsgebührkeine Monatsgebühr, je nach Branche Mindestrechnungsbetrag
Mollie1,80 Prozent plus 0,25 Eurokeine Monatsgebühr, 5 Auszahlungen im Monat kostenlos
myPOSOne 1,79 Prozent plus 0,20 Euro, Plus 1,39 Prozent plus 0,15 Euro, Pro 1,29 Prozent plus 0,10 Euro0 Euro, 19 Euro oder 39 Euro
PAYONEindividuellE-Com Starter ab 29 Euro, PAYONE Link ab 19 Euro
Shopify PaymentsBasic 2,1 Prozent, Grow 1,8 Prozent, Advanced 1,6 Prozent, je plus 0,30 Euronur mit Shopify-Abo ab 33 Euro
Stripe1,5 Prozent plus 0,25 Eurokeine Monatsgebühr
Unzernicht veröffentlichtPlugins, SDKs und Rechnungskauf
WooPayments1,50 Prozent plus 0,25 Euro, außerhalb Europas plus 2 Prozentkeine Monatsgebühr, nur für WooCommerce

Die Sätze gelten für Standardfälle. Firmenkarten, Karten aus Drittstaaten und Währungsumrechnung kosten oft mehr. Alle Anbieter mit Profil, Konditionen und Quellen finden Sie in der Übersicht der Zahlungsanbieter.

Kriterien für die Wahl des Zahlungsdienstleisters im Onlineshop

Der günstigste Satz nützt wenig, wenn Ihre Kundschaft die gewünschte Zahlart nicht findet oder das Plugin nicht zu Ihrem Shop passt. Prüfen Sie deshalb diese Kriterien in der genannten Reihenfolge.

Zahlarten

Welche Zahlarten Ihre Kundschaft erwartet, hängt von Zielgruppe und Land ab. In Deutschland gehören PayPal, Kreditkarte, Apple Pay und Google Pay, Lastschrift und Rechnung zu den gefragten Verfahren, im B2B-Geschäft dominiert die Rechnung. Dazu kommen neue Verfahren wie Wero der European Payments Initiative. Einen Überblick gibt der Ratgeber Zahlungsarten im Onlineshop.

Kosten und Gebührenmodell

Vergleichen Sie Prozentsatz, Fixbetrag, Monatsgebühr und Nebenkosten für Rückbuchungen, Erstattungen, Auszahlungen und Währungsumrechnung. Rechnen Sie immer mit Ihrem echten Warenkorb.

Integration und Auszahlung

Gibt es ein gepflegtes Plugin für Ihr Shopsystem, eine gehostete Zahlungsseite oder nur eine Programmierschnittstelle? Wann kommt das Geld an, und behält der Anbieter Sicherheitsreserven ein? Achten Sie auch auf deutschsprachigen Support und Berichte, die sich mit Ihrer Buchhaltung verbinden lassen.

Aufsicht prüfen

Zahlungsdienste unterliegen dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz und der Aufsicht der BaFin oder einer Aufsicht in einem anderen EU-Staat mit Passporting.

Gebührenmodelle und Rechenbeispiele

Online-Zahlungsdienstleister rechnen meist auf drei Arten ab. Beim Pauschalsatz zahlen Sie einen festen Prozentsatz plus Fixbetrag, egal welche Karte der Kunde nutzt. Bei Paketen mit Monatsgebühr sinkt der Satz gegen eine feste Gebühr. Bei Interchange++ werden Interbankenentgelt, Kartensystemgebühr und Anbietermarge getrennt ausgewiesen, das lohnt sich vor allem bei großem Volumen. Die EU-Verordnung 2015/751 deckelt das Interbankenentgelt für Verbraucherkarten auf 0,2 Prozent bei Debit und 0,3 Prozent bei Kredit.

Shop mit 20.000 Euro Umsatz im Monat

400 Bestellungen zu 50 Euro, alle mit EWR-Verbraucherkarten. Mit Stripe oder WooPayments zu 1,5 Prozent plus 0,25 Euro kostet das 400 Euro, mit Mollie zu 1,80 Prozent plus 0,25 Euro 460 Euro. myPOS One kommt auf 438 Euro, myPOS Plus mit 19 Euro Gebühr auf 357 Euro und myPOS Pro mit 39 Euro auf 337 Euro. Shopify Payments im Basic-Tarif liegt bei 540 Euro, dazu kommt das Shopify-Abo von 33 Euro, das allerdings auch das Shopsystem selbst enthält.

Kleiner Shop mit 3.000 Euro Umsatz im Monat

100 Bestellungen zu 30 Euro. Stripe kostet 70 Euro, myPOS One 73,70 Euro, myPOS Plus 75,70 Euro, Mollie 79 Euro und myPOS Pro 87,70 Euro. Hier lohnt sich keine Monatsgebühr, der Pauschalsatz ist günstiger. Alle Werte sind eigene Berechnungen auf Basis veröffentlichter Standardsätze ohne Umsatzsteuer, Stand Oktober 2026.

Den Preisrechner können Sie ohne Anmeldung nutzen. Wie Kartenzahlung im Shop technisch abläuft, erklärt der Ratgeber Kartenzahlung online.

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WooCommerce Payment, welcher Zahlungsdienstleister zu WooCommerce passt

WooCommerce ist eine kostenlose Shoperweiterung für WordPress, die Zahlarten über Plugins anbindet. Der hauseigene Weg ist WooPayments. Laut WooCommerce ist WooPayments für Händler in Deutschland verfügbar, kostet 1,50 Prozent plus 0,25 Euro je Kartenzahlung, für Karten von außerhalb Europas fallen zusätzlich 2 Prozent an, für Währungsumrechnung ebenfalls 2 Prozent. Eine Einrichtungs- oder Monatsgebühr gibt es laut Anbieter nicht. Auf die Gebühren berechnet WooCommerce 19 Prozent Umsatzsteuer, umsatzsteuerlich registrierte Unternehmen können je nach Lage das Reverse-Charge-Verfahren nutzen.

Daneben bieten zahlreiche Zahlungsdienstleister eigene WooCommerce-Plugins an, darunter Mollie, PAYONE, Stripe und Unzer, ebenso PayPal für die eigenen Verfahren. Global Payments und VR Payment nennen Plugins für gängige Shopsysteme, Teya kündigt WooCommerce-Plugins an, die Verfügbarkeit in Deutschland ist aber nicht veröffentlicht. Achten Sie bei der Auswahl auf regelmäßige Updates, Kompatibilität mit Ihrer WooCommerce-Version und dem Block-Checkout sowie auf Funktionen wie Teilerstattung aus dem Backend und Abonnements.

Shopify, andere Shopsysteme und Marktplätze

Bei Shopify ist Shopify Payments fest integriert. Die Kartengebühren sinken mit höherem Tarif, laut Shopify von 2,1 Prozent im Basic-Tarif auf 1,6 Prozent im Advanced-Tarif, jeweils plus 0,30 Euro online. Wer einen externen Zahlungsdienstleister nutzt, zahlt bei Shopify je nach Tarif eine zusätzliche Transaktionsgebühr, prüfen Sie das in der aktuellen Preisliste. Details stehen im Ratgeber Shopify Checkout.

Für Shopware, Magento, JTL, Wix und andere Systeme bieten die größeren Dienstleister ebenfalls Plugins an, die Auswahl unterscheidet sich aber je System. Wer zusätzlich auf Marktplätzen verkauft, wickelt Zahlungen dort meist über den Marktplatz selbst ab. Für private und kleingewerbliche Verkäufe gibt es eigene Lösungen, beschrieben im Beitrag Zahlungsdienstleister bei Kleinanzeigen.

PayPal, Rechnung und Zahlungslink sinnvoll ergänzen

Viele Shops kombinieren einen Zahlungsdienstleister für Karten und Wallets mit PayPal, das über das eigene Plugin oder über den Dienstleister angebunden wird. Der Express-Checkout verkürzt den Bestellvorgang, weil Adresse und Zahlung aus dem PayPal-Konto kommen, mehr dazu im Ratgeber PayPal Express Checkout.

Im B2B-Geschäft erwarten Kunden häufig Kauf auf Rechnung. Spezialisierte Anbieter übernehmen dabei Bonitätsprüfung und Ausfallrisiko, siehe Kauf auf Rechnung im B2B. Für Bestellungen per E-Mail oder Telefon eignet sich ein Zahlungslink, den Sie im Dashboard des Dienstleisters erzeugen. Wann das besser ist als die Eingabe der Kartendaten durch Ihr Personal, erklärt der Ratgeber Kartenzahlung per Telefon.

Sicherheit, Recht und Pflichten im Online-Checkout

Für Online-Kartenzahlungen gilt nach PSD2 und der Delegierten Verordnung 2018/389 grundsätzlich die starke Kundenauthentifizierung, bei Karten über 3-D Secure. Gute Dienstleister nutzen die erlaubten Ausnahmen, etwa für Kleinbeträge oder risikoarme Zahlungen, um den Checkout schlank zu halten. Hintergründe erklärt der Beitrag starke Kundenauthentifizierung.

Mit gehosteten Zahlungsseiten oder eingebetteten Bezahlfeldern des Dienstleisters berühren Kartendaten Ihren Server nicht, das senkt Ihre Pflichten nach PCI DSS deutlich. Paragraf 270a BGB verbietet Entgelte für Zahlungen mit SEPA-Lastschrift, SEPA-Überweisung und Verbraucherkarten der Vier-Parteien-Systeme auch online. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Anbieter nach dem ZAG zugelassen ist, wie im Ratgeber Zahlungsdienstleister und BaFin erläutert. Bei rechtlichen Fragen hilft eine Rechtsberatung.

Empfehlung nach Shoptyp

Welcher Online-Zahlungsdienstleister passt, hängt weniger vom Namen als vom Geschäftsmodell ab. Die folgende Einordnung hilft bei der Vorauswahl, die Anbieter sind jeweils alphabetisch genannt.

ShoptypWorauf es ankommtPassende Modelle
Kleiner WooCommerce-ShopKein Fixum, einfache EinrichtungPauschalsatz ohne Monatsgebühr, etwa Mollie, Stripe oder WooPayments
Shopify-HändlerIntegration, keine ZusatzgebührShopify Payments, ab höherem Umsatz größerer Tarif
Laden plus OnlineshopEin Dashboard für Kasse und ShopAnbieter mit Terminals und Online-Produkten, etwa myPOS, Stripe oder Unzer
Shop mit hohem VolumenKostentransparenz je KarteInterchange++, etwa Adyen, oder verhandelte Konditionen
B2B-ShopRechnung und FirmenkartenDienstleister mit Rechnungskauf, etwa Unzer, ergänzt um Kartenzahlung
Dienstleister ohne ShopZahlung auf AnfrageZahlungslink statt vollständigem Checkout

Diese Zuordnung ersetzt keinen Vergleich mit Ihren eigenen Zahlen, sie zeigt nur, wo Sie anfangen sollten. Die Seite Online-Zahlung im Vergleich listet Anbieter mit Online-Produkten.

Checkliste und typische Fehler bei der Auswahl

Vor der Unterschrift sollten Sie diese Punkte geklärt haben. Viele Probleme zeigen sich erst nach Monaten, etwa wenn Rückbuchungen teuer werden oder Auszahlungen ausbleiben.

Typische Fehler sind, nur auf den Prozentsatz zu schauen und den Fixbetrag zu übersehen, zu viele Zahlarten anzubieten, die kaum jemand nutzt, Plugins nicht zu aktualisieren und Kartenzahlung ohne 3-D Secure einzurichten. Wer später wechseln will, sollte vorher klären, ob gespeicherte Zahlungsdaten für Abonnements übertragen werden können. Den Ablauf beschreibt der Ratgeber Zahlungsanbieter wechseln.

Häufige Fragen

Ein Unternehmen, das für Onlineshops Zahlungen per Karte, Wallet, PayPal, Lastschrift oder Rechnung abwickelt und die Umsätze gesammelt auszahlt. Es stellt Checkout, Plugins und Betrugsprüfung bereit und unterliegt in Deutschland dem ZAG und der Aufsicht der BaFin oder einer anderen EU-Aufsicht.

Das hängt von Umsatz und Warenkorb ab. Bei wenigen kleinen Bestellungen sind Pauschalsätze ohne Monatsgebühr meist günstiger, bei hohem Volumen Pakete mit Monatsgebühr oder Interchange++. Rechnen Sie Ihre Zahlen im Preisrechner durch.

Neben WooPayments gibt es WooCommerce-Plugins unter anderem von Mollie, PAYONE, PayPal, Stripe und Unzer. Achten Sie auf regelmäßige Updates und Kompatibilität mit dem Block-Checkout. Testen Sie jede Zahlart im Testmodus.

Laut WooCommerce zahlen Händler in Deutschland 1,50 Prozent plus 0,25 Euro je Kartenzahlung ohne Monatsgebühr. Für Karten von außerhalb Europas und für Währungsumrechnung kommen jeweils 2 Prozent hinzu. Auf die Gebühren fällt Umsatzsteuer an.

Vergleichen Sie Zahlarten, Gesamtkosten mit Ihrem Warenkorb, Plugin für Ihr Shopsystem, Auszahlungstakt, Gebühren für Rückbuchungen und die Zulassung. Der niedrigste Prozentsatz allein sagt wenig, Fixbeträge und Monatsgebühren verändern das Ergebnis deutlich.

Meist reicht ein Dienstleister für Karten und Wallets, ergänzt um PayPal und bei Bedarf einen Rechnungsanbieter. Ein zweiter Kartenanbieter lohnt sich erst bei großem Volumen oder als Ausfallsicherung.

Für SEPA-Lastschrift, SEPA-Überweisung und Verbraucherkarten der Vier-Parteien-Systeme verbietet Paragraf 270a BGB Entgelte. Bei anderen Zahlarten ist die Rechtslage differenzierter, lassen Sie sich im Zweifel rechtlich beraten.

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