Startseite » Zahlungsanbieter Vergleich » Wissen zur Kartenzahlung » Shopify Checkout, Zahlungsanbieter anbinden und Gebühren richtig vergleichen
Der Shopify Checkout ist die Kasse Ihres Shops, über die jede Bestellung läuft, und welche Zahlungsanbieter Sie dort anbinden, bestimmt Ihre Gebühren und Ihre Konversion. Shopify bevorzugt die eigene Lösung Shopify Payments, bei externen Anbietern berechnet die Plattform eine zusätzliche Transaktionsgebühr von bis zu 2 Prozent. PayPal läuft in Deutschland als eigenes Konto daneben, Rechnungskauf kommt über Apps hinzu. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie den Checkout aufsetzen, welche Kosten entstehen, wann sich eine Alternative zu Shopify Payments lohnt und was Sie am Checkout anpassen dürfen.
Der Shopify Checkout ist für alle Shops technisch gleich aufgebaut und wird von Shopify selbst betrieben. Der Kunde gibt Kontaktdaten und Lieferadresse ein, wählt die Versandart und zahlt. Danach folgen Danke-Seite und Bestellstatusseite. Weil Shopify den Checkout hostet, liegt die Verantwortung für die sichere Verarbeitung der Kartendaten bei Shopify und dem jeweiligen Zahlungsanbieter. Das entlastet Sie bei PCI DSS deutlich.
Oberhalb des normalen Zahlungsschritts zeigt der Checkout Express-Buttons wie Shop Pay, Apple Pay, Google Pay und PayPal. Darunter stehen die übrigen Zahlarten, etwa Karte, Klarna oder Rechnungskauf. Welche Zahlarten Ihre deutsche Kundschaft dort erwartet, beschreibt der Ratgeber zu Zahlungsarten im Onlineshop.
Shop Pay, Apple Pay, Google Pay und PayPal ganz oben, ohne Formular
Karten und lokale Zahlarten direkt über Shopify abgerechnet
Weitere Zahlarten und Anbieter über Apps aus dem App Store
Bestätigung und Bestellstatus, anpassbar über Blöcke und Apps
Unter Einstellungen und Zahlungen wählen Sie zwischen drei Gruppen. Erstens Shopify Payments als Hauptanbieter für Karten und lokale Zahlarten. Laut Hilfecenter unterstützt Shopify Payments in Deutschland neben Kredit- und Debitkarten auch Express-Checkouts und lokale Zahlarten wie Klarna, iDEAL, Bancontact und EPS. Die girocard verarbeitet Shopify im Laden laut Hilfecenter nur als Co-Badge mit Visa oder Mastercard.
Zweitens PayPal. Shopify richtet laut Hilfecenter beim Anlegen eines Shops automatisch ein PayPal-Express-Checkout-Konto ein, das Sie mit Ihrem PayPal-Geschäftskonto verbinden oder deaktivieren. Die Abwicklung von PayPal als Wallet direkt über Shopify Payments nennt Shopify nur für einzelne Länder wie Frankreich und die USA. Drittens externe Shopify Zahlungsanbieter, die über Apps eingebunden werden. Dazu zählen unter anderem Adyen für große Shops, Mollie, Unzer sowie Anbieter für Rechnungskauf.
Die Kosten des Shopify Checkout setzen sich aus drei Bausteinen zusammen, dem Shopify-Abo, der Gebühr des Zahlungsanbieters und bei externen Anbietern einer zusätzlichen Transaktionsgebühr von Shopify. Die Tabelle zeigt die Werte je Tarif. Die Kartengebühren und Abopreise stammen aus übereinstimmenden Drittquellen, Shopify zeigt Euro-Preise standortabhängig auf seiner Preisseite. Bei jährlicher Zahlung ist das Abo günstiger. Alle Angaben Stand Oktober 2026, ohne etwaige Umsatzsteuer.
| Tarif | Abo monatlich | Onlinekarten mit Shopify Payments | Zusatzgebühr bei externem Anbieter |
|---|---|---|---|
| Basic | 33 € | 2,1 % plus 0,30 € | 2,0 % |
| Grow | 88 € | 1,8 % plus 0,30 € | 1,0 % |
| Advanced | 384 € | 1,6 % plus 0,30 € | 0,6 % |
| Plus | individuell | individuell | 0,2 % |
Im Laden über Shopify POS kosten Kartenzahlungen laut denselben Quellen 1,5, 1,3 oder 1,2 Prozent ohne Fixbetrag. Für Shopify Payments selbst fällt keine eigene Monats- oder Einrichtungsgebühr an. Eine Übersicht aller Gebührenarten bietet der Beitrag zu Kartenzahlung Gebühren.
Ein Shop im Tarif Basic setzt 10.000 Euro im Monat um, der durchschnittliche Warenkorb liegt bei 50 Euro, das sind 200 Bestellungen. Alle Zahlungen laufen der Einfachheit halber als Karte.
Die Kartengebühr beträgt 2,1 Prozent von 10.000 Euro, also 210 Euro, plus 200 mal 0,30 Euro, also 60 Euro. Zusammen sind das 270 Euro im Monat.
Mit Mollie kosten Onlinekarten veröffentlicht 1,80 Prozent plus 0,25 Euro, also 180 Euro plus 50 Euro. Dazu kommt die Shopify-Zusatzgebühr von 2 Prozent, also 200 Euro. Zusammen sind das 430 Euro, rund 160 Euro mehr als mit Shopify Payments.
Im Tarif Grow kostet derselbe Umsatz mit Shopify Payments 180 Euro plus 60 Euro, also 240 Euro, das Abo aber 55 Euro mehr. Bei 10.000 Euro lohnt sich der Wechsel also noch nicht. Bei externen Anbietern sinkt die Zusatzgebühr in Grow auf 1 Prozent, dort rechnet sich der höhere Tarif deutlich früher.
Die Beispiele nutzen veröffentlichte Standardsätze ohne Umsatzsteuer. Ihr tatsächlicher Mix aus PayPal, Karten und Rechnungskauf verändert das Ergebnis.
Wegen der Zusatzgebühr ist Shopify Payments für die meisten kleinen und mittleren Shops die günstigste Wahl. Eine Shopify Payments Alternative lohnt sich trotzdem in einigen Fällen. Etwa wenn Shopify Payments Ihr Geschäftsmodell nicht akzeptiert, wenn Sie bereits einen Anbieter mit individuellen Konditionen für Laden und Onlineshop haben oder wenn Sie eine Zahlart brauchen, die Shopify Payments nicht anbietet. Große Shops im Tarif Plus mit einer Zusatzgebühr von nur 0,2 Prozent können mit einem Anbieter nach Interchange++ wie Adyen ebenfalls günstiger fahren.
Denken Sie auch an die Abhängigkeit. Mit Shopify Payments liegen Shop, Zahlungen und Auszahlungen bei einem Unternehmen. Sperrt Shopify Ihr Payments-Konto nach einer Risikoprüfung, stehen alle Kartenzahlungen still. Ein zweiter Anbieter als Reserve oder PayPal als unabhängiger Weg mindert dieses Risiko. Wie ein Wechsel abläuft, zeigt der Beitrag zum Zahlungsanbieter wechseln.
| Situation | Empfehlung | Grund |
|---|---|---|
| Kleiner bis mittlerer Shop im Tarif Basic | Shopify Payments plus PayPal | Keine Zusatzgebühr, schnelle Einrichtung |
| Laden und Shop mit bestehendem Terminalvertrag | Kosten beider Wege vergleichen | Zusatzgebühr gegen Konditionen abwägen |
| Geschäftskunden mit Rechnungskauf | Shopify Payments plus B2B-Rechnungsanbieter | Rechnungskauf kommt per App hinzu |
| Großer Shop im Tarif Plus | Interchange++ Angebot einholen | Zusatzgebühr nur noch 0,2 % |
| Branche von Shopify Payments ausgeschlossen | Externer Anbieter mit Branchenfreigabe | Shopify Payments steht nicht zur Verfügung |
Die Einrichtung dauert meist weniger als einen Tag, die Prüfung durch den Zahlungsanbieter kann einige Tage mehr brauchen. Halten Sie Handelsregisterauszug oder Gewerbeanmeldung, Ausweis, Steuernummer und Geschäftskonto bereit.
Für Bestellungen, die nicht über den Shop laufen, etwa telefonisch oder per Mail, können Sie in Shopify Entwurfsbestellungen anlegen und dem Kunden einen Zahlungslink schicken. Mehr dazu im Ratgeber Zahlungslink erstellen.
Vergleichen Sie Shopify Payments mit anderen Online-Zahlungsanbietern auf Basis Ihres Umsatzes und Ihrer Warenkorbgröße.
Viele Händler wollen den Shopify Checkout anpassen, etwa mit eigenem Design, zusätzlichen Feldern oder einer anderen Reihenfolge der Zahlarten. Shopify hat die Möglichkeiten dafür neu geordnet. Die frühere Datei checkout.liquid stand ohnehin nur Plus-Shops zur Verfügung und wurde durch eine neue, update-sichere Grundlage ersetzt. Für alle Tarife gilt laut Hilfecenter, dass der Bereich für zusätzliche Skripte seit dem 28. August 2025 schreibgeschützt ist. Die Umstellung der Danke-Seite und der Bestellstatusseite war für Shops ohne Plus bis zum 26. August 2026 vorgesehen.
Im Checkout-Editor ändern Sie Logo, Farben, Schriften und Hintergründe. Auf Danke-Seite und Bestellstatusseite fügen Sie Blöcke aus kompatiblen Apps ein, etwa für Umfragen oder Cross-Selling. Tracking läuft über Web-Pixel und App-Pixel statt über eigene Skripte. Über Apps lassen sich Zahlarten außerdem je nach Warenkorb oder Land ausblenden oder umsortieren.
Plus-Shops können eigene Erweiterungen direkt in den Schritten Information, Versand und Zahlung einsetzen und eigene Funktionen für Rabatte, Versand und Zahlarten entwickeln lassen. Wer tiefe Eingriffe in den Zahlungsschritt braucht, kommt um Plus kaum herum.
PayPal gehört für deutsche Shops zum Pflichtprogramm, laut EHI entfielen 2025 rund 28,7 Prozent des Onlineumsatzes darauf. PayPal berechnet laut eigener Gebührenseite 2,99 Prozent plus 0,39 Euro je Inlandszahlung, bei Erstattungen behält PayPal den Fixbetrag ein. Ob für PayPal-Bestellungen zusätzlich eine Shopify-Transaktionsgebühr anfällt, hängt von Ihrer Konfiguration ab, prüfen Sie das in den Zahlungseinstellungen und auf Ihrer Shopify-Rechnung. Wann sich die Express-Buttons lohnen, erklärt der Ratgeber zum PayPal Express Checkout.
Rechnungskauf für Verbraucher bieten Sie in Shopify über Klarna oder andere Apps an. Für Geschäftskunden gibt es spezialisierte B2B-Anbieter wie Billie oder Mondu, die laut eigenen Angaben Shopify-Integrationen anbieten. Beide prüfen die Firma in Echtzeit, übernehmen das Ausfallrisiko und zahlen sofort aus. Mehr dazu steht im Ratgeber Kauf auf Rechnung im B2B.
Die meisten Probleme entstehen nicht durch Technik, sondern durch eine unpassende Auswahl oder fehlende Tests.
Prüfen Sie nach dem Start regelmäßig die Shopify-Rechnung. Dort sehen Sie Abo, Transaktionsgebühren und App-Kosten getrennt und erkennen schnell, ob sich ein anderer Tarif oder Anbieter lohnt. Einen Überblick über Alternativen für Onlineshops bietet die Übersicht der Online Zahlungsdienstleister.
Für Einsteiger im Tarif Basic ist die Kombination aus Shopify Payments, PayPal und einer Rechnungsoption meist die günstigste und einfachste Lösung. Händler mit Ladengeschäft profitieren zusätzlich von Shopify POS, weil Bestand und Kundendaten zusammenlaufen. Wer im Laden viele girocard-Zahlungen ohne Co-Badge hat, sollte die Kosten mit einem klassischen Kartenterminal vergleichen.
Wachsende Shops sollten ab etwa dem Umsatz, ab dem Grow durch die niedrigere Kartengebühr das höhere Abo ausgleicht, den Tarif prüfen. Große Shops verhandeln individuelle Konditionen oder holen Angebote externer Anbieter ein, weil die Zusatzgebühr im Tarif Plus kaum noch ins Gewicht fällt. Vergleichen Sie Lösungen für Zahlungen im Netz unter Online-Zahlung.
Neben Shopify Payments können Sie PayPal über das automatisch angelegte Express-Checkout-Konto und externe Shopify Zahlungsanbieter über Apps einbinden. Dazu zählen unter anderem Adyen, Mollie, Unzer, Klarna und Anbieter für Rechnungskauf. Bei externen Anbietern berechnet Shopify eine Zusatzgebühr je nach Tarif.
Onlinekarten kosten laut ausgewerteten Quellen 2,1 Prozent plus 0,30 Euro im Tarif Basic, 1,8 Prozent in Grow und 1,6 Prozent in Advanced, Stand Oktober 2026. Dazu kommt das Shopify-Abo. Eine separate Gebühr für Shopify Payments fällt nicht an.
Für kleine Shops ist eine Alternative wegen der Zusatzgebühr von 2 Prozent im Tarif Basic meist teurer. Sinnvoll ist sie, wenn Shopify Payments Ihre Branche nicht akzeptiert, Sie bestehende Konditionen nutzen wollen oder im Tarif Plus nur noch 0,2 Prozent Zusatzgebühr zahlen. Rechnen Sie beide Varianten mit Ihren Zahlen durch.
In allen Tarifen ändern Sie im Checkout-Editor Logo, Farben und Schriften und fügen auf Danke-Seite und Bestellstatusseite App-Blöcke ein. Tiefe Eingriffe in die Schritte Information, Versand und Zahlung sind Plus-Shops vorbehalten. Zusätzliche Skripte sind seit dem 28. August 2025 schreibgeschützt.
PayPal berechnet seine eigene Gebühr von 2,99 Prozent plus 0,39 Euro je Inlandszahlung. Ob zusätzlich eine Shopify-Transaktionsgebühr anfällt, hängt von Ihrer Konfiguration ab, das sehen Sie in den Zahlungseinstellungen und auf Ihrer Shopify-Rechnung.
Laut Shopify-Hilfecenter beträgt die Mindestabrechnungszeit in Deutschland drei Werktage. Der Mindestauszahlungsbetrag liegt bei 1 Euro, ausgezahlt wird auf das hinterlegte Geschäftskonto.
Ja, über Apps wie Klarna für Verbraucher oder B2B-Anbieter wie Billie und Mondu für Geschäftskunden. Diese prüfen die Bonität im Checkout, übernehmen das Ausfallrisiko und zahlen Ihnen den Betrag aus.
Im Laden verarbeitet Shopify laut Hilfecenter die girocard nur als Co-Badge mit Visa oder Mastercard. Online spielt die girocard ohnehin kaum eine Rolle, dort zahlen Kunden mit Kreditkarte, Debitkarte, Wallets oder PayPal.
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