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Kartenzahlung Kosten für Händler, was Sie im Monat und je Beleg wirklich zahlen

Kartenzahlung kosten händler, Symbolbild
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Die Kartenzahlung Kosten für Händler liegen nach veröffentlichten Tarifen Stand Oktober 2026 für ein Café mit 6.000 Euro Kartenumsatz zwischen rund 54 und 134 Euro im Monat, das sind 11 bis 27 Cent je Kassenbon. Für eine Boutique mit 25.000 Euro sind es 185 bis 406 Euro im Monat. Welcher Wert für Sie gilt, entscheiden Bonhöhe, Kartenmix und Tarifmodell. Dieser Ratgeber rechnet fünf typische Betriebe durch, zeigt die Kosten je Beleg und nennt die Hebel, mit denen Sie Ihre monatliche Rechnung senken.

Das Wichtigste in Kürze

Was kostet Kartenzahlung den Händler im Monat

Was Kartenzahlung den Händler kostet, lässt sich nicht mit einem einzigen Prozentsatz beantworten. Zwei Betriebe mit gleichem Umsatz können sehr unterschiedliche Rechnungen bekommen, wenn der eine viele kleine Bons hat und der andere wenige große. Deshalb rechnet dieser Ratgeber mit konkreten Betriebsprofilen und zwei Kennzahlen, den Kosten im Monat und den Kosten je Beleg.

Grundlage sind veröffentlichte Standardsätze Stand Oktober 2026, ohne Umsatzsteuer, soweit der Anbieter das so angibt. Die Annahmen für den Kartenmix sind 80 Prozent girocard und Debitkarten, 20 Prozent Kreditkarten und 10 Prozent Firmen-, Premium- oder Nicht-EWR-Karten. Wie die einzelnen Gebührenmodelle funktionieren, erklärt der Ratgeber zu den Gebühren der Kartenzahlung. Einmalige Kosten wie Gerätekauf und Einrichtung sind hier nicht enthalten, sie stehen in der Gesamtkostenrechnung zu den Kosten der Kartenzahlung.

Monatsrechnung für fünf typische Betriebe

Die Tabelle zeigt die monatlichen Gebühren für fünf Betriebsprofile bei sechs veröffentlichten Tarifen. Beim Handwerk ist ein Auftrag mit 300 Euro Durchschnittsbetrag und 15.000 Euro Kartenumsatz angenommen. Bei ZahlungsWERK ist die Terminalmiete von 12,50 Euro enthalten, bei SumUp Zahlungen Plus die Monatsgebühr von 19 Euro.

Betrieb1,39 % EinheitssatzSumUp Zahlungen PlusViva.comPAYONEZahlungsWERKStripe
Kiosk, 3.000 €41,70 €44,50 €30,54 €75,00 €33,20 €92,00 €
Café, 6.000 €83,40 €70,00 €61,08 €82,80 €53,90 €134,00 €
Friseur, 8.000 €111,20 €87,00 €81,44 €87,36 €67,70 €132,00 €
Handwerk, 15.000 €208,50 €146,50 €152,70 €163,80 €116,00 €215,00 €
Boutique, 25.000 €347,50 €231,50 €254,50 €273,00 €185,00 €405,56 €

Gerechnet mit 1,39 Prozent für den Einheitssatz wie bei SumUp, Zettle oder flatpay, 0,79 Prozent für EWR-Verbraucherkarten bei SumUp Zahlungen Plus, 0,85 und 1,69 Prozent bei Viva.com, 0,89 Prozent mit mindestens 0,15 Euro und 1,9 Prozent bei PAYONE, 0,69 Prozent bei ZahlungsWERK und 1,4 Prozent plus 0,10 Euro bei Stripe. Die Reihenfolge der Anbieter ist keine Wertung.

Belegrechnung, was ein Kassenbon an Gebühren kostet

Die Kosten je Beleg sind die anschaulichste Kennzahl für die Kalkulation. Sie zeigen, wie viel von jedem einzelnen Verkauf an den Zahlungsdienstleister geht. Teilen Sie dafür die Monatsgebühren durch die Zahl der Kartenzahlungen.

Betrieb und Bon1,39 % EinheitssatzSumUp Zahlungen PlusViva.comPAYONEZahlungsWERKStripe
Kiosk, 6 €0,08 €0,09 €0,06 €0,15 €0,07 €0,18 €
Café, 12 €0,17 €0,14 €0,12 €0,17 €0,11 €0,27 €
Friseur, 40 €0,56 €0,44 €0,41 €0,44 €0,34 €0,66 €
Boutique, 45 €0,63 €0,42 €0,46 €0,49 €0,33 €0,73 €
Handwerk, 300 €4,17 €2,93 €3,05 €3,28 €2,32 €4,30 €

Auffällig ist der Kiosk. Bei 6 Euro Bon kostet das PAYONE-Mindestentgelt von 0,15 Euro effektiv 2,5 Prozent, der Fixbetrag von 0,10 Euro bei Stripe treibt den effektiven Satz auf über 3 Prozent. Beim Handwerk spielt der Fixbetrag dagegen kaum eine Rolle, dort zählt nur der Prozentsatz. Wer im Handwerk oft vor Ort beim Kunden kassiert, sollte zusätzlich auf mobile Daten und Akkulaufzeit achten.

Kosten der EC-Kartenzahlung für Händler

Mit EC-Karte meinen die meisten heute die girocard. Ihre Kosten für Händler sind gesondert interessant, weil sie in Deutschland den größten Teil der Kartenzahlungen ausmacht und einige Anbieter eigene, sehr niedrige girocard-Sätze veröffentlichen. Laut Deutscher Bundesbank kosten girocard-Zahlungen den Einzelhandel inklusive interner Kosten im Schnitt rund 1 Prozent des Umsatzes. Mehr Hintergrund liefert der Beitrag zu den girocard Gebühren.

Anbieter und Tarifgirocard-Satz laut PreisseiteBon 12 €Bon 45 €Fixkosten im Monat
Elavon ab Monat 130,214 % plus 0,03 €0,06 €0,13 €18 € Miete
PAYONE All Time Flex0,89 %, mindestens 0,15 €0,15 €0,40 €keine
POS Payment yomani xr0,2 % plus 0,02 € plus 0,07 €0,11 €0,18 €10,50 € Miete
SumUp ohne Abo1,39 %0,17 €0,63 €keine
Vert Clover Flex ab Monat 130,35 %0,04 €0,16 €19,99 € Miete
ZahlungsWERK Terminal0,69 %0,08 €0,31 €ab 12,50 € Miete

Bei Elavon und Vert gelten die Sätze im Programm Deutschland zahlt digital nach einem kostenlosen ersten Jahr, bei 36 beziehungsweise 60 Monaten Laufzeit. Bei Elavon, POS Payment und Vert ist nicht veröffentlicht, ob die Preise netto oder brutto gelten, alle Angaben Stand Oktober 2026. Niedrige girocard-Sätze lohnen sich vor allem für Betriebe mit vielen girocard-Zahlungen und stabilem Umsatz, der die Miete trägt.

Die vier Kostenhebel für Händler

Aus den Rechnungen lassen sich vier Hebel ableiten, die Ihre monatlichen Kosten stärker bestimmen als jede Rabattaktion. Wer sie kennt, kann ein Angebot in wenigen Minuten einordnen.

Bonhöhe

Je kleiner der Bon, desto teurer werden Fixbeträge und Mindestentgelte. Bei kleinen Bons Tarife ohne Fixbetrag wählen.

Ein Beispiel für den Fixkostenhebel. SumUp Zahlungen Plus spart 0,6 Prozentpunkte auf EWR-Verbraucherkarten und kostet 19 Euro im Monat. Beim Kiosk mit 3.000 Euro Umsatz sind die Gebühren mit Abo höher als ohne, beim Friseur mit 8.000 Euro spart das Abo bereits 24,20 Euro im Monat.

So rechnen Sie Ihre eigenen Kosten

Für Ihre eigene Monats- und Belegrechnung brauchen Sie nur drei Werte aus der Kasse und die Preisseite des Anbieters. Am genauesten wird die Rechnung mit den Zahlen der letzten drei Monate, weil einzelne Monate durch Feiertage oder Saison verzerrt sein können.

Schneller geht es mit dem Preisrechner für Kartenzahlung, der dieselbe Rechnung mit den veröffentlichten Tarifen aller Anbieter durchführt.

Kosten je Beleg für Ihren Betrieb berechnen

Geben Sie Kartenumsatz und Bonhöhe ein und sehen Sie in einer Minute, welcher Tarif Ihre monatliche Rechnung senkt.

Welche Gebühren für Kartenzahlung Händler einkalkulieren sollten

Da Sie nach Paragraf 270a BGB für Verbraucherkarten von girocard, Visa und Mastercard keinen Aufschlag verlangen dürfen, gehören die Gebühren in Ihre Preiskalkulation. Rechnen Sie dafür mit den Kosten je Beleg. Ein Café mit 12 Euro Bon und 11 bis 17 Cent Gebühr muss etwa 0,9 bis 1,4 Prozent im Preis berücksichtigen. Firmenkarten und American Express sind von dem Verbot nicht erfasst, Aufschläge sind dort grundsätzlich möglich, aber unüblich.

Einen Mindestbetrag für Kartenzahlungen dürfen Sie derzeit festlegen, wenn Sie ihn gut sichtbar ausweisen. Die Eckpunkte von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil vom 11. September 2026 sehen allerdings vor, dass vor Ort mindestens eine digitale Bezahlart ohne Mindestbetrag und ohne Aufschlag angeboten werden soll. Das ist ein Plan, ein Start ist frühestens 2027 vorgesehen. Hintergründe stehen im Beitrag zur geplanten Pflicht zur Kartenzahlung.

Spartipps für die monatliche Rechnung

Die Kartenzahlung Kosten für Händler hängen stärker am Tarif als am Anbieter. Die meisten Händler zahlen nicht zu viel, weil der Anbieter teuer ist, sondern weil der Tarif nicht mehr zum Betrieb passt. Umsatz und Bonhöhe ändern sich mit den Jahren, der Vertrag bleibt. Ein jährlicher Abgleich mit den Abrechnungen deckt das schnell auf. Ab höheren Umsätzen lohnt außerdem der Blick auf Interchange++, bei dem die echten Kosten einzeln ausgewiesen werden.

Werbung mit kostenloser Kartenzahlung hält selten, was sie verspricht, mehr dazu im Beitrag Kartenzahlung ohne Gebühren. Wer den Anbieter tauschen will, findet die Schritte im Ratgeber Zahlungsanbieter wechseln.

Häufige Fragen

Nach veröffentlichten Standardsätzen Stand Oktober 2026 kostet eine Zahlung von 12 Euro je nach Tarif etwa 4 bis 27 Cent, eine Zahlung von 45 Euro etwa 13 bis 73 Cent. Entscheidend sind Satz, Fixbetrag und Kartenart.

Bei kleinen Beträgen fallen vor allem Fixbeträge und Mindestentgelte ins Gewicht. Bei 6 Euro Bon entsprechen 0,10 Euro Fixbetrag 1,7 Prozent und 0,15 Euro Mindestentgelt 2,5 Prozent. Tarife ohne Fixbetrag sind hier meist günstiger.

Für die girocard nennen Anbieter Stand Oktober 2026 Sätze zwischen etwa 0,2 Prozent plus Fixbeträgen und 1,39 Prozent. Die niedrigen Sätze gibt es meist nur mit Terminalmiete und längerer Laufzeit. Laut Bundesbank kostet die girocard den Einzelhandel inklusive interner Kosten im Schnitt rund 1 Prozent des Umsatzes.

Wenn die Ersparnis beim Satz die Monatsgebühr übersteigt. Bei 19 Euro Gebühr und 0,6 Prozentpunkten Ersparnis liegt die Schwelle bei rund 3.170 Euro Umsatz mit begünstigten Karten im Monat.

Nicht als Aufschlag bei Verbraucherkarten von girocard, Visa und Mastercard, das verbietet Paragraf 270a BGB. Sie können die Kosten aber in Ihre Preise einkalkulieren. Bei Firmenkarten und American Express ist ein Aufschlag grundsätzlich möglich.

Der effektive Satz liegt in den Rechenbeispielen je nach Tarif zwischen etwa 0,7 und 2,2 Prozent, bei sehr kleinen Bons mit Fixbetrag auch über 3 Prozent. Ihren eigenen Wert ermitteln Sie, indem Sie die Gebühren eines Monats durch den Kartenumsatz teilen.

Ja, Gebühren, Miete und Gerätekosten sind Betriebsausgaben. Buchen Sie den vollen Umsatz als Erlös und die Gebühren getrennt als Aufwand. Details klärt Ihre Steuerberatung.

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