Bis zu 40% Gebühren sparen

Kosten der Kartenzahlung, diese Posten fallen an und so rechnen Sie die Gesamtkosten

Kosten kartenzahlung, Symbolbild
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Die Kosten der Kartenzahlung bestehen aus weit mehr als dem Prozentsatz je Zahlung, den Anbieter in ihrer Werbung nennen. Dazu kommen das Gerät als Kauf oder Miete, Einrichtung und Versand, mögliche Monatsgebühren, mobile Daten, Auszahlungsgebühren und Zusatzleistungen wie eine Kasse. Für ein Café mit 6.000 Euro Kartenumsatz liegen die Gesamtkosten nach veröffentlichten Tarifen Stand Oktober 2026 zwischen rund 54 und 136 Euro im Monat, je nach Anbieter und Modell. Dieser Ratgeber listet alle Posten auf und zeigt, wie Sie die Gesamtkosten über die Vertragslaufzeit berechnen.

Das Wichtigste in Kürze

Was kostet Kartenzahlung insgesamt

Was kostet Kartenzahlung wirklich? Die ehrliche Antwort lautet, das hängt weniger vom Werbesatz ab als von der Summe aller Posten über die Laufzeit. Ein günstiger Prozentsatz kann durch hohe Terminalmiete aufgefressen werden, ein teurer Satz ohne Fixkosten ist bei kleinem Umsatz trotzdem die günstigste Lösung. Deshalb lohnt der Blick auf die Gesamtkosten, also alle Zahlungen an den Anbieter von der Bestellung bis zur Kündigung.

Die Kosten der Kartenzahlung lassen sich in einmalige, monatliche und umsatzabhängige Posten gliedern. Einmalig zahlen Sie für Kauf, Einrichtung und Versand des Geräts. Monatlich fallen Miete, Abo, Service und mobile Daten an. Umsatzabhängig sind Satz, Fixbetrag und Mindestentgelt je Zahlung. Wie die Gebühren je Zahlung im Detail aufgebaut sind, erklärt der Ratgeber zu den Gebühren der Kartenzahlung.

Zusatzkosten

Sofortauszahlung, Rückbuchungen, Kasse, Zusatzgeräte und Schlüsselgebühren.

Alle Kostenposten im Überblick

Die folgende Tabelle zeigt, welche Posten in der Praxis anfallen und welche Spannen die Anbieter auf ihren Preisseiten veröffentlichen. Nicht jeder Anbieter berechnet jeden Posten, manche bündeln mehrere in einer Pauschale.

KostenpostenArtBeispiele laut Preisseiten
Kartenlesegerät kaufeneinmaligZettle ab 29 €, SumUp ab 34 €, Viva.com 49 € bis 570 €, CCV 349 € bis 762 € plus Servicegebühr
Terminal mietenmonatlichVert ab 5,99 €, POS Payment ab 10,50 €, ZahlungsWERK 12,50 € bis 17,95 €, CCV ab 13,21 €
Einrichtung und VersandeinmaligPAYONE ab 19 €, CCV 27,50 € Zuschlag je Terminal, POS Payment 49 €
Gebühr je Zahlungje Zahlung0,69 % bis 1,5 % als Standardsatz, teils plus 0,10 € Fixbetrag
TarifabomonatlichSumUp 19 €, myPOS 19 € oder 39 €, Mollie 20 €, Viva.com bis 19,99 €
Mobile Daten und FunkmonatlichStripe 9 € je Gerät, PAYONE 5 € für SIM und 3 € für kabellos im Flattarif
Auszahlungje Auszahlungbei vielen Anbietern kostenlos, Mollie mit 5 kostenlosen Auszahlungen im Monat
Sonstige Entgeltejährlich oder fallweiseFiserv 20 € Jahresgebühr für Schlüsseleinbringung, REA Card 25 € unter Mindestumsatz

Stand Oktober 2026, veröffentlichte Standardpreise ohne Umsatzsteuer, soweit der Anbieter das so angibt. Bei CCV, POS Payment und Vert fehlt eine klare Angabe zur Umsatzsteuer. Die vollständigen Konditionen stehen im Überblick aller Zahlungsanbieter.

Was ein Kartenlesegerät an Gebühren und Anschaffung kostet

Beim Gerät haben Sie drei Wege. Mit Tap to Pay wird ein geeignetes Smartphone zum Terminal, SumUp und myPOS bieten das kostenlos an, Viva.com ohne Zusatzhardware, Stripe berechnet 0,10 Euro je Autorisierung zusätzlich, Nexi einmalig 19,95 Euro für die App. Kleine Kartenleser für die Verbindung mit dem Smartphone kosten ab 29 Euro, eigenständige Terminals je nach Ausstattung zwischen rund 80 und 570 Euro. Eine Übersicht der Gerätetypen bietet der Ratgeber zum passenden Gerät für die Kartenzahlung.

Bei der Miete zahlen Sie laufend, bekommen dafür aber meist Service und Austausch bei Defekt. Über eine Laufzeit von 36 Monaten summieren sich 12,50 Euro Miete auf 450 Euro, 19,99 Euro auf knapp 720 Euro. Ob Kaufen oder Mieten günstiger ist, vergleicht der Beitrag Kartenterminal kaufen oder mieten. Manche Anbieter stellen das Gerät kostenlos, knüpfen das aber an Bedingungen. Bei flatpay ist das Terminal kostenlos, sofern ein Mindestumsatz je Gerät erreicht wird.

Kartenlesegerät Gebühren prüfen

Beim Kauf ist der Gerätepreis selten der einzige Posten. Fragen Sie nach laufenden Kosten, bevor Sie bestellen.

Kosten für Kartenzahlung über 36 Monate gerechnet

Die beste Vergleichsgröße sind die Gesamtkosten über eine typische Vertragslaufzeit. Die Rechnung folgt einem einfachen Schema, einmalige Kosten plus monatliche Fixkosten mal Laufzeit plus Gebühren je Zahlung mal Laufzeit. Die Beispiele nutzen veröffentlichte Tarife Stand Oktober 2026, 80 Prozent girocard und Debit, 20 Prozent Kreditkarten und 10 Prozent Firmen-, Premium- oder Nicht-EWR-Karten.

Café mit 6.000 Euro Kartenumsatz und 12 Euro Bon

Das sind 500 Zahlungen im Monat. SumUp ohne Abo mit dem Terminal Solo für 79 Euro kostet über 36 Monate 3.081,40 Euro. Mit Zahlungen Plus sinkt der Betrag auf 2.599 Euro. Viva.com mit Kartenleser ab 49 Euro kommt auf 2.247,88 Euro, VR Payment im Fixpreispaket für 59,90 Euro inklusive Terminal auf 2.156,40 Euro. ZahlungsWERK mit 0,69 Prozent und 12,50 Euro Miete liegt bei 1.940,40 Euro. Stripe mit 1,4 Prozent plus 0,10 Euro und WisePad 3 für 59 Euro erreicht wegen des Fixbetrags 4.883 Euro.

Boutique mit 25.000 Euro Kartenumsatz und 45 Euro Bon

Hier fallen rund 556 Zahlungen im Monat an. SumUp Zahlungen Plus mit Belegdrucker-Terminal für 169 Euro kostet 8.503 Euro, Viva.com 9.211 Euro, ZahlungsWERK 6.660 Euro und Stripe mit WisePOS E für 199 Euro 14.799,16 Euro. Je höher der Umsatz, desto stärker zählt der Prozentsatz und desto weniger die Gerätekosten.

Ihre Gesamtkosten berechnen

Geben Sie Umsatz, Bonhöhe und Gerätewunsch ein und sehen Sie in einer Minute, was Kartenzahlung bei den Anbietern über die Laufzeit kostet.

Rechenbeispiel für den mobilen Einsatz

Ein Marktstand oder ein Handwerksbetrieb mit 3.000 Euro Kartenumsatz und 15 Euro Bon braucht ein Gerät mit Mobilfunk oder das eigene Smartphone. Das sind 200 Zahlungen im Monat. Die Gesamtkosten über 36 Monate unterscheiden sich deutlich.

LösungEinmaligMonatlich im SchnittGesamt 36 Monate
SumUp Solo mit 1,39 %79 €41,70 €1.580,20 €
Stripe WisePad 3 mit mobilen Daten59 €71,00 €2.615,00 €
VR Payment PayMe softPOS auf Android0 €30,00 €1.080,00 €
ZahlungsWERK mobiles Terminal A920 Pro0 €38,65 €1.391,40 €

Bei VR Payment PayMe gilt 1 Prozent auf alle Karten ohne Fixkosten, ob netto oder brutto ist nicht veröffentlicht. Bei Stripe sind 9 Euro für mobile Daten enthalten. Mehr zu Geräten für unterwegs zeigt die Seite zum mobilen Kartenterminal.

Versteckte Kosten der Kartenzahlung erkennen

Manche Posten tauchen erst in der ersten Monatsabrechnung auf. Typisch sind Mindestumsätze mit Strafgebühr, wie bei REA Card im Tarif Smart Light mit 25 Euro im Monat, wenn 2.500 Euro Kartenumsatz unterschritten werden. Lightspeed berechnet laut Servicevertrag eine zusätzliche Transaktionsgebühr, wenn Kundinnen und Kunden der Kasse einen anderen Zahlungsanbieter nutzen. Bei Fiserv fällt eine Jahresgebühr von 20 Euro für die Schlüsseleinbringung an.

Auch Aktionspreise verdienen einen zweiten Blick. Elavon und Global Payments werben im Programm Deutschland zahlt digital mit einem kostenlosen ersten Jahr bis 50.000 Euro Kartenumsatz, Vert nennt seine Aktionssätze ab dem 13. Monat. Danach gelten die regulären Sätze und Mieten, bei teils drei bis fünf Jahren Laufzeit. Rechnen Sie Aktionen deshalb immer über die gesamte Laufzeit.

Welche Bank Gebühren für Kartenzahlung verlangt

Viele Betriebe fragen zuerst bei ihrer Hausbank nach. Die Gebühren für Kartenzahlung berechnet aber in der Regel nicht die Bank, bei der Ihr Geschäftskonto liegt, sondern der Zahlungsdienstleister, mit dem Sie den Akzeptanzvertrag schließen. Banken vermitteln häufig Partner, Sparkassen etwa arbeiten mit PAYONE, Volks- und Raiffeisenbanken mit VR Payment. Was das in der Praxis bedeutet, erklärt der Beitrag Kartenzahlung über die Sparkasse.

Auf Ihrem Geschäftskonto können zusätzlich Buchungspostengebühren für die Gutschriften anfallen, je nach Kontomodell. Zahlt der Anbieter täglich aus, sind das bis zu 30 Buchungen im Monat, eine wöchentliche Auszahlung spart hier Kosten. Für Ihre Kundschaft ist die Kartenzahlung in Euro meist kostenlos, bei Fremdwährungen kann deren Bank ein Auslandseinsatzentgelt berechnen.

Kartenzahlung und Bargeld im Kostenvergleich

Auch Bargeld kostet Geld, nur fällt das weniger auf. Laut einer Studie der Deutschen Bundesbank zu den Kosten von Zahlungsmitteln im Einzelhandel sind Bargeld je Zahlung mit rund 43 Cent und die girocard bezogen auf den Umsatz mit rund 1 Prozent die günstigsten Zahlungsmittel. In die Rechnung flossen nach Angaben der Bundesbank auch Zeitaufwand an der Kasse und Verwaltung ein, gemessen mit rund 13.000 Zeitmessungen und einer Befragung von 268 Händlern.

Daraus folgt eine einfache Regel. Bei kleinen Beträgen ist Bargeld oft günstiger, bei höheren Beträgen die Karte, weil Bargeld je Zahlung fast gleich viel kostet, die Karte dagegen prozentual. Kleine Händler zahlen laut Bundesbank im Schnitt mehr als große, weil sie schlechtere Konditionen erhalten und Fixkosten auf weniger Zahlungen verteilen. Wie sich das im Monat auswirkt, zeigt der Ratgeber Kosten der Kartenzahlung für Händler.

So senken Sie die Gesamtkosten

Der größte Hebel liegt in der Passung von Modell und Betrieb. Wer wenige Zahlungen hat, sollte Fixkosten meiden. Wer viel umsetzt, profitiert von niedrigen Sätzen trotz Miete. Prüfen Sie außerdem, ob Sie wirklich ein Terminal mit Drucker brauchen oder ob digitale Belege genügen. Komplett kostenlose Kartenzahlung gibt es nicht, auch wenn die Werbung es verspricht, mehr dazu im Beitrag Kartenzahlung ohne Gebühren.

Wer bereits einen Vertrag hat, findet im Beitrag Zahlungsanbieter wechseln eine Anleitung für den Umstieg.

Häufige Fragen

Eine Zahlung von 100 Euro kostet nach veröffentlichten Standardsätzen Stand Oktober 2026 ab etwa 0,25 Euro bei günstigen girocard-Tarifen bis 1,50 Euro bei 1,4 Prozent plus 0,10 Euro. Bei einer Zahlung von 10 Euro sind es etwa 0,05 bis 0,24 Euro. Dazu kommen anteilig Gerät und Monatsgebühren.

Bei 3.000 Euro Kartenumsatz liegen die Gesamtkosten inklusive Gerät je nach Lösung zwischen rund 30 und 72 Euro im Monat. Ohne Monatsgebühr und Miete zahlen Sie nur, wenn Sie Umsatz machen, das ist für kleine Betriebe meist am günstigsten.

Die Gebühren je Zahlung berechnet nicht Ihre Hausbank, sondern der Zahlungsdienstleister mit Akzeptanzvertrag. Sparkassen vermitteln Lösungen von PAYONE, Volks- und Raiffeisenbanken von VR Payment. Ihre Bank kann aber Buchungspostengebühren für die Gutschriften auf dem Geschäftskonto berechnen.

Tap to Pay auf dem Smartphone kostet bei mehreren Anbietern nichts, einfache Kartenleser gibt es ab 29 Euro, Terminals mit Drucker kosten bis zu 570 Euro. Mietgeräte liegen laut Preisseiten zwischen 5,99 und rund 25 Euro im Monat.

Bei kleinem Umsatz ist ein gekauftes Gerät mit Tarif ohne Monatsgebühr meist günstiger. Bei hohem Umsatz rechnen sich Mietmodelle mit niedrigem Satz, weil die Ersparnis bei den Gebühren die Miete übersteigt. Entscheidend ist die Gesamtrechnung über die Laufzeit.

Häufig übersehen werden Einrichtung und Versand, Servicegebühren für gekaufte Geräte, mobile Daten, Gebühren bei Unterschreiten eines Mindestumsatzes und die regulären Preise nach Ablauf einer Aktion. Auch Buchungsposten auf dem Geschäftskonto zählen dazu.

Laut Deutscher Bundesbank kostet Bargeld den Einzelhandel inklusive Zeitaufwand rund 43 Cent je Zahlung, die girocard rund 1 Prozent des Umsatzes. Bei kleinen Beträgen ist Bargeld daher oft günstiger, bei höheren Beträgen die Karte.

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