Startseite » Zahlungsanbieter Vergleich » News zur Kartenzahlung » Mastercard Offline-Zahlung, Kartenzahlung bei Netzausfall ab 2027
Mastercard hat laut eigener Mitteilung vom 8. Oktober 2026 neue Vorgaben für Offline-Zahlungen im europäischen Netz angekündigt. Ab Februar 2027 sollen alle neu ausgegebenen Mastercard-Karten in Europa offline bezahlen können, ab Mai 2027 müssen neu installierte Terminals und Austauschgeräte die Funktion unterstützen. Fällt die Verbindung zum Zahlungsnetz aus, genehmigt das Terminal die Zahlung dann lokal per Chip und PIN, und zwar bis höchstens 200 Euro je Vorgang. Für Händler, Gastronomie und Dienstleister in Deutschland ist das vor allem beim nächsten Terminalkauf oder Gerätetausch ein Prüfpunkt.
Laut Mitteilung von Mastercard vom 8. Oktober 2026 sollen Kartenzahlungen künftig auch dann möglich bleiben, wenn Strom oder Netzverbindungen gestört sind. Als Anlass nennt das Unternehmen den großflächigen Stromausfall in Spanien und Portugal im April 2025. Damals konnten nach Schätzung von Mastercard rund 55 Millionen Menschen zeitweise nicht digital bezahlen.
In Dänemark, Schweden, Estland und Lettland setzt Mastercard Offline-Zahlungen nach eigenen Angaben bereits ein. In Lettland seien Kartenzahlungen während eines Sturms in Geschäften mit Generatorbetrieb weiter möglich gewesen. Die Ausweitung auf ganz Europa erfolgt laut Mitteilung in Abstimmung mit Partnern, Regierungen, Aufsichtsbehörden und Zentralbanken. Brice van de Walle, bei Mastercard für das Kernzahlungsgeschäft zuständig, begründet den Schritt damit, dass Menschen auch bei Ausfällen Lebensmittel, Kraftstoff und Medikamente kaufen müssen.
Normalerweise fragt das Terminal jede Zahlung online beim Kartenherausgeber an. Bei der Offline-Zahlung entfällt diese Anfrage, wenn keine Verbindung besteht. Das Terminal prüft die Karte dann lokal anhand des Chips, der Karteninhaber bestätigt mit seiner PIN. Wie das Terminal grundsätzlich mit Ausfällen umgeht, erklärt unser Ratgeber zum Kartenterminal offline.
Die Ausgabenlimits sind laut Mastercard sicher auf dem Kartenchip gespeichert und werden vorab von der Bank des Karteninhabers festgelegt. Je Transaktion sind höchstens 200 Euro möglich. Sobald die Verbindung zurück ist, reicht das Terminal die gespeicherten Zahlungen zur normalen Abrechnung ein. Die PIN als zweiter Faktor knüpft an die Regeln zur starken Kundenauthentifizierung an.
Die Vorgaben greifen in zwei Stufen. Zuerst sind die Karten an der Reihe, drei Monate später die Terminals. Die Pflicht für Terminals betrifft laut Mastercard neu installierte Geräte und Austauschgeräte. Wer bereits ein Terminal betreibt, sollte beim Anbieter erfragen, ob ein Software-Update geplant ist oder erst das nächste Gerät die Funktion mitbringt.
| Zeitpunkt | Vorgabe laut Mastercard | Betrifft vor allem |
|---|---|---|
| Februar 2027 | Alle neu ausgegebenen Mastercard-Karten in Europa sind für Offline-Zahlungen freigeschaltet | Banken und Karteninhaber |
| Mai 2027 | Alle neuen und ersetzten Zahlungsterminals unterstützen Offline-Zahlungen | Händler, Netzbetreiber und Terminalanbieter |
Mastercard nennt als typische Einsatzorte Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte, Tankstellen, Apotheken sowie Fahrkarten- und Ticketautomaten. Gerade für Betriebe mit hoher Kundenfrequenz wie im Supermarkt oder in der Apotheke kann ein Netzausfall schnell Umsatz kosten. Für die Gastronomie und Dienstleister gilt das ebenso, sobald Gäste kein Bargeld dabeihaben.
Die Mitteilung betrifft ausschließlich das Mastercard-Netz. Zur girocard und zu anderen Kartensystemen enthält sie keine Aussage. Ebenfalls offen bleibt, wer das Risiko trägt, wenn eine offline genehmigte Zahlung später nicht gedeckt ist. Das regelt der Vertrag mit dem Zahlungsanbieter. Wer ohnehin vor einer Entscheidung steht, sollte die Offlinefähigkeit beim Vergleich Kartenterminal kaufen oder mieten mit abfragen.
Bis Mai 2027 bleibt Zeit, die eigene Ausstattung zu klären. Diese Punkte sollten Sie schriftlich bestätigen lassen.
Die Offline-Zahlung ersetzt keine Notfallvorsorge. Das Terminal braucht weiterhin Strom. Ohne Akku oder Notstrom funktioniert es bei einem vollständigen Stromausfall nicht, ebenso wenig wie viele Kassensysteme. Hinzu kommt, dass die Funktion nur mit freigeschalteten Karten und Terminals greift und die Bank des Karteninhabers das Limit bestimmt. Welche Ursachen hinter Ausfällen am Terminal stecken und wie Betriebe reagieren, zeigt der Ratgeber keine Kartenzahlung möglich.
Planen Sie in den nächsten Monaten ein neues Terminal oder einen Anbieterwechsel, lohnt der Blick auf die Offlinefähigkeit schon heute. Mobile Geräte mit Akku haben bei Stromausfall einen Vorteil gegenüber Geräten am Netzteil. Einen Überblick über Gerätearten und Kosten finden Sie in unseren Produktseiten.
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Laut Mitteilung von Mastercard vom 8. Oktober 2026 sollen neu ausgegebene Karten in Europa ab Februar 2027 offlinefähig sein. Neu installierte Terminals und Austauschgeräte müssen die Funktion ab Mai 2027 unterstützen.
Mastercard nennt höchstens 200 Euro je Transaktion. Das konkrete Limit legt die Bank des Karteninhabers vorab fest und speichert es auf dem Kartenchip.
Die Vorgabe bezieht sich laut Mastercard auf neue und ersetzte Terminals. Ob Ihr vorhandenes Gerät per Update offlinefähig wird, klären Sie mit Ihrem Zahlungsanbieter.
Nur wenn das Terminal weiter Strom hat, etwa über Akku oder Notstrom. Die Funktion überbrückt fehlende Netzverbindungen, nicht fehlenden Strom.
Die Ankündigung betrifft das Mastercard-Netz. Zur girocard und zu anderen Kartensystemen macht die Mitteilung keine Angaben.
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