Startseite » Zahlungsanbieter Vergleich » News zur Kartenzahlung » Wero an der Ladenkasse, was Händler in Deutschland ab 2027 erwarten können
Für Händler in Deutschland ist Wero bisher vor allem online ein Thema. Laut European Payments Initiative vom 16. September 2026 ist eine breitere Verfügbarkeit an der Ladenkasse in Deutschland und Frankreich schrittweise ab 2027 geplant. In Belgien zahlen Kundinnen und Kunden bereits im Geschäft per QR-Code am Terminal. Gebühren für die Ladenkasse sind Stand Oktober 2026 nicht veröffentlicht.
Wero ist das Bezahlverfahren der European Payments Initiative, hinter der europäische Banken und Zahlungsdienstleister stehen. Zahlungen laufen als Echtzeitüberweisung direkt von Konto zu Konto. Zur Messe NRF Europe hat die EPI am 16. September 2026 den Stand vorgestellt. Danach haben mehr als 48.000 Händler in Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg und den Niederlanden bereits Wero-Zahlungen abgewickelt, online und im Geschäft.
Im Laden ist Wero bisher vor allem in Belgien angekommen. Dort zeigt etwa der Zahlungsanbieter Payworld einen Wero QR-Code auf dem Terminal an, den die Kundschaft mit dem Smartphone scannt. In Luxemburg soll Wero bis Ende September 2026 alle derzeit verfügbaren Anwendungsfälle abdecken, darunter Zahlungen im Geschäft. In Deutschland ist Wero laut EPI vor Ort bisher nur in bestimmten Umgebungen nutzbar, etwa beim Laden von Elektroautos. Eine breitere Verfügbarkeit an der Ladenkasse ist in Deutschland und Frankreich schrittweise ab 2027 geplant. Frühere Angaben, nach denen QR-Zahlungen im deutschen Handel schon 2026 breit starten sollten, sind damit überholt.
Die einzelnen Schritte im Überblick, so wie sie die EPI und Berichte aus dem Markt beschreiben.
| Bereich | Stand Oktober 2026 |
|---|---|
| Zahlungen zwischen Privatpersonen | Seit 2024 verfügbar |
| Onlinehandel | Seit Ende 2025, unter anderem bei Decathlon, dm, Eventim und Lidl |
| Automaten, Waschanlagen, Parken | Laut mobiFlip vom 21. August 2026 per QR-Code über die Plattform Pay with ME von ZIIB, mehr als 11.000 Akzeptanzstellen geplant |
| Ladenkasse im Handel | Schrittweise ab 2027 geplant, für Lidl-Filialen gibt es laut GIGA vom 29. September 2026 noch kein Datum |
| Kontaktlos per NFC | Nur technische Machbarkeitsstudien in Testumgebungen, kein kommerzieller Start |
Alle Angaben zur Ladenkasse sind Planungen. Einen Überblick über das Verfahren insgesamt finden Sie im Ratgeber Wero Payment.
Beim QR-Verfahren erzeugt das Terminal oder die Kasse einen Code mit dem Zahlbetrag. Die Kundin scannt ihn mit dem Smartphone und bestätigt die Zahlung in der Wero-App oder der Banking-App. Das Geld wird per Echtzeitüberweisung gutgeschrieben, Karte und Kartennetzwerk sind nicht beteiligt. Die EPI betont, dass bestehende Terminals und elektronische Kassen genutzt werden sollen, wenn ein geeignetes Display vorhanden ist. Wie das Bezahlen per Code generell abläuft, erklärt unser Ratgeber zur QR-Code-Zahlung.
Kontaktloses Bezahlen per NFC, also das Halten des Smartphones an das Terminal wie bei Apple Pay, zeigte die EPI auf der NRF Europe nur als Machbarkeitsstudie. Sie stellt ausdrücklich klar, dass diese Tests keinen kommerziellen Start bedeuten. Für Supermärkte und andere Kassen mit hohem Takt wäre NFC wichtig, weil der Scanvorgang Zeit kostet.
Konditionen für Wero an der Ladenkasse sind Stand Oktober 2026 nicht veröffentlicht. Ob Wero günstiger wird als Karten, lässt sich daher noch nicht sagen. Strategisch ist Wero für Händler aus zwei Gründen interessant. Die Bundesregierung plant eine Pflicht zur digitalen Bezahlmöglichkeit mit mindestens einem europäischen Verfahren, bisher erfüllt das vor allem die girocard. Und am 30. September 2026 haben Bancomat, Bizum, EPI mit Wero, SIBS mit MB WAY und Vipps MobilePay die gemeinsame Gesellschaft European Network for Payments mit Sitz in Madrid gegründet. Sie soll die Verfahren mit zusammen rund 130 Millionen Nutzern in 13 Ländern verbinden, zuerst für Zahlungen zwischen Privatpersonen, später auch online und im Geschäft. Langfristig könnten so auch Gäste aus Spanien, Italien oder Skandinavien mit ihrer gewohnten App zahlen, wichtig für Betriebe mit vielen Touristen.
Prüfen Sie im Preisrechner, was Sie für Kartenzahlungen zahlen, damit Sie spätere Wero-Angebote vergleichen können.
Ein Wechsel nur wegen Wero lohnt sich derzeit nicht, da es an deutschen Ladenkassen noch nicht breit verfügbar ist. Sinnvoll ist es, bei Verträgen und neuer Hardware auf Updatefähigkeit zu achten und im Onlineshop Wero über den eigenen Online-Zahlungsdienstleister zu prüfen.
Fragen Sie Ihren Zahlungsanbieter konkret, ob er Wero an Ihrem Terminal plant, ob dafür ein Software-Update reicht und zu welchen Konditionen. Achten Sie bei einem neuen Kartenterminal auf ein Display, das QR-Codes anzeigen kann.
In Deutschland ist das Stand Oktober 2026 nur in einzelnen Bereichen möglich, etwa an Ladesäulen oder Automaten mit QR-Code. Eine breitere Verfügbarkeit an der Ladenkasse ist laut EPI schrittweise ab 2027 geplant.
Konditionen für die Ladenkasse sind noch nicht veröffentlicht. Für Onlinezahlungen legen die Zahlungsdienstleister ihre Preise selbst fest.
Zunächst per QR-Code, den die Kundschaft mit dem Smartphone scannt. Kontaktloses Bezahlen per NFC testet die EPI bisher nur in Testumgebungen.
Laut EPI sollen bestehende Terminals und Kassen genutzt werden, wenn sie ein geeignetes Display haben. Ob Ihr Gerät das kann, klären Sie mit Ihrem Zahlungsanbieter.
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