Bis zu 40% Gebühren sparen

Geschäftskonto mit Kartenzahlung für Händler und Dienstleister

Ein Geschäftskonto mit Kartenzahlung verbindet das Konto, auf dem Ihre Umsätze landen, direkt mit dem Kartenterminal. Einige Zahlungsanbieter eröffnen dafür ein eigenes Händlerkonto mit Geschäftskarte, bei anderen fließen die Kartenumsätze wie gewohnt auf das Konto Ihrer Hausbank. Der Unterschied zeigt sich bei der Geschwindigkeit der Auszahlung, bei den Kosten und bei der Frage, wie sicher Ihr Geld verwahrt wird.

Geschäftskonto mit Kartenzahlung für Händler und Dienstleister

Auf einen Blick

So funktioniert ein Geschäftskonto mit Kartenzahlung

Nach jeder Kartenzahlung sammelt der Zahlungsanbieter die Umsätze und zahlt sie gebündelt aus. Beim integrierten Modell bucht er das Geld auf ein Konto, das er selbst für Sie führt, oft schon wenige Sekunden nach der Zahlung. Von dort bezahlen Sie mit der Geschäftskarte Einkäufe, überweisen an Lieferanten oder leiten das Guthaben auf Ihre Hausbank weiter. Beim klassischen Modell überweist der Anbieter die Umsätze auf ein beliebiges Geschäftskonto bei einer Bank, meist am nächsten Bankarbeitstag oder innerhalb von zwei Werktagen.

Geschäftskarte

Zum Konto gehört meist eine Debitkarte für Einkäufe, Abhebungen und Ausgaben im Team.

Geschäftskonto mit Kartenzahlung für Händler und Dienstleister im Einsatz

Händlerkonto oder Hausbank, eine Frage der Abläufe

Ein Händlerkonto beim Zahlungsanbieter lohnt sich vor allem, wenn Sie schnell über Ihre Einnahmen verfügen möchten, etwa für den Wareneinkauf am nächsten Morgen. Wer dagegen Kredite, Lastschriften für Miete und Lohnzahlungen bereits über die Hausbank abwickelt, behält das bestehende Konto meist als Hauptkonto und lässt sich die Kartenumsätze dorthin auszahlen.

Wichtig ist, ob der Anbieter brutto oder netto auszahlt. Bei der Nettoauszahlung zieht er die Gebühren direkt ab, bei der Bruttoauszahlung kommt der volle Umsatz an und die Gebühren folgen gesammelt per Rechnung. Wie Sie beides sauber verbuchen, erklärt der Ratgeber zum Kassenbericht bei Kartenzahlung.

Stärken und Grenzen im Überblick

Passt gut, wenn

Weniger geeignet, wenn

Für welche Betriebe es sich eignet

Ein Händlerkonto mit Kartenzahlung passt besonders zu Betrieben, die schnell Liquidität brauchen oder ohne großen Aufwand starten wollen.

Geschäftskonten ausgewählter Zahlungsanbieter

Ausgewählte Geräte und Tarife laut Anbieterangaben, Stand Oktober 2026, Preise ohne Umsatzsteuer soweit angegeben. Reihenfolge alphabetisch, keine Wertung.

AnbieterKonto laut AnbieterAuszahlung der KartenumsätzeKosten laut Anbieter
myPOSE-Geld-Konto mit Geschäftskartesofort auf das myPOS-KontoKontoeröffnung kostenlos, Zahlungstarife 0, 19 oder 39 Euro im Monat
SumUpGeschäftskonto mit Mastercard, IBAN aus Irlandam Folgetag, auch am Wochenendekeine Monatsgebühr, Abhebungen über dem Freikontingent 2 Prozent
TeyaGeschäftskonto per App mit Karten für Mitarbeitendeallgemein am Folgetagkeine Euro-Preise für Deutschland veröffentlicht
Viva.comKonto mit Debitkartesofort, an 365 Tagen im JahrZahlungspakete von 0 bis 19,99 Euro im Monat
Zettle by PayPalPayPal-Geschäftskontomeist innerhalb weniger Minutenkeine Monatsgebühr, Überweisung auf das Bankkonto gebührenfrei

Eigenes Händlerkonto oder Hausbank im Vergleich

Viele klassische Anbieter wie Vert, Elavon oder ZahlungsWERK führen kein eigenes Konto, sondern zahlen auf Ihr bestehendes Geschäftskonto aus. Die Tabelle zeigt die typischen Unterschiede.

MerkmalKonto beim ZahlungsanbieterKonto bei der Hausbank
Auszahlungsofort bis Folgetagmeist nächster Bankarbeitstag bis zwei Werktage
Einlagensicherungbei E-Geld-Instituten nicht, Gelder werden getrennt verwahrtgesetzlich bis 100.000 Euro je Kunde und Bank
Kostenoft keine KontoführungsgebührKontoführung je nach Bank und Modell
BargeldEinzahlung teils nicht möglich oder mit GebührEinzahlung am Schalter oder Automaten
Kredit und Disposelten oder nur eingeschränktüblich nach Bonitätsprüfung

Wie sicher ist Ihr Geld auf dem Händlerkonto

Zahlungsdienste unterliegen dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz und der Aufsicht der BaFin oder einer Aufsicht in einem anderen EU-Staat. SumUp etwa wird laut eigener Angabe von der Central Bank of Ireland beaufsichtigt und hält Kundengelder auf eigenen Konten getrennt vom Firmenvermögen, weist aber ausdrücklich darauf hin, dass keine klassische Einlagensicherung greift. Viva.com verfügt laut eigener Angabe über eine Banklizenz. Halten Sie auf einem E-Geld-Konto deshalb nur die laufenden Einnahmen und überweisen Sie Rücklagen regelmäßig auf ein Bankkonto. Mehr zur Aufsicht lesen Sie im Ratgeber Zahlungsdienstleister und BaFin.

Geschäftskonto für Händler und die Buchhaltung

Einzelunternehmen sind gesetzlich nicht verpflichtet, ein getrenntes Geschäftskonto zu führen, viele Banken schließen die geschäftliche Nutzung eines Privatkontos aber in ihren Bedingungen aus. Bei GmbH und UG ist ein eigenes Konto der Gesellschaft praktisch unverzichtbar. Für die Buchhaltung zählt, dass Umsatz, Gebühren und Auszahlung getrennt erkennbar sind. Klären Sie Details mit Ihrer Steuerberatung, etwa zur Umsatzsteuer auf Gebühren der Kartenzahlung.

Darauf sollten Sie achten

Zwei Konten, klare Rollen

Viele Betriebe nutzen das Händlerkonto des Zahlungsanbieters für schnelle Einnahmen und Einkäufe und die Hausbank für Miete, Löhne, Steuern und Rücklagen. So profitieren Sie von der schnellen Auszahlung, ohne größere Summen auf einem E-Geld-Konto zu halten.

Zahlungsanbieter mit passendem Konto finden

Geben Sie Ihren Bedarf im Preisrechner an und erhalten Sie passende Angebote, kostenlos und unverbindlich.

Häufige Fragen zu Geschäftskonten mit Kartenzahlung

Nein. Fast alle Anbieter zahlen auf jedes Geschäftskonto in Deutschland oder im SEPA-Raum aus. Ein Konto beim Zahlungsanbieter ist eine Option, die vor allem schnellere Auszahlungen bringt.

Als Händlerkonto bezeichnet man meist das Konto, das ein Zahlungsanbieter für Ihre Kartenumsätze führt. Manchmal ist auch nur der Akzeptanzvertrag gemeint, also die Vereinbarung, die Ihnen Kartenzahlungen erlaubt.

Bei integrierten Konten wie myPOS oder Viva.com sofort, bei SumUp am Folgetag auch am Wochenende. Klassische Anbieter überweisen meist am nächsten Bankarbeitstag oder innerhalb von zwei Werktagen auf Ihre Hausbank.

Die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro gilt für Einlagen bei Banken. E-Geld-Institute müssen Kundengelder getrennt verwahren und absichern, eine Einlagensicherung im klassischen Sinn besteht aber nicht. Halten Sie Rücklagen deshalb besser bei einer Bank.

Bei den meisten Konten ja, über die IBAN des Kontos. Bei einer ausländischen IBAN lehnen einzelne Zahlungsempfänger die Lastschrift trotz SEPA-Regeln ab, dann hilft ein Hinweis auf die geltende SEPA-Verordnung oder eine Überweisung.

Bei SumUp, myPOS und Zettle ist die Kontoführung laut Anbieter kostenlos, Gebühren entstehen für Kartenzahlungen und teils für Abhebungen oder Bargeld. Bei Hausbanken hängt der Preis vom Kontomodell ab. Die eigentlichen Kosten der Kartenzahlung entstehen durch die Gebühr je Zahlung.

Technisch oft ja, praktisch fehlen aber häufig Kredit, Dispo und Bargeldeinzahlung. Viele Betriebe behalten deshalb zusätzlich ein Konto bei einer Bank.

Passend dazu

Transparenzhinweis

Konto- und Preisangaben beruhen auf Anbieterangaben von myPOS, SumUp, Teya, Viva.com und Zettle by PayPal sowie öffentlich zugänglichen Quellen, Stand Oktober 2026. Die Nennung eines Anbieters ist keine Empfehlung und keine Rechts- oder Steuerberatung.