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Ein Geschäftskonto mit Kartenzahlung verbindet das Konto, auf dem Ihre Umsätze landen, direkt mit dem Kartenterminal. Einige Zahlungsanbieter eröffnen dafür ein eigenes Händlerkonto mit Geschäftskarte, bei anderen fließen die Kartenumsätze wie gewohnt auf das Konto Ihrer Hausbank. Der Unterschied zeigt sich bei der Geschwindigkeit der Auszahlung, bei den Kosten und bei der Frage, wie sicher Ihr Geld verwahrt wird.
Nach jeder Kartenzahlung sammelt der Zahlungsanbieter die Umsätze und zahlt sie gebündelt aus. Beim integrierten Modell bucht er das Geld auf ein Konto, das er selbst für Sie führt, oft schon wenige Sekunden nach der Zahlung. Von dort bezahlen Sie mit der Geschäftskarte Einkäufe, überweisen an Lieferanten oder leiten das Guthaben auf Ihre Hausbank weiter. Beim klassischen Modell überweist der Anbieter die Umsätze auf ein beliebiges Geschäftskonto bei einer Bank, meist am nächsten Bankarbeitstag oder innerhalb von zwei Werktagen.
Integrierte Konten schreiben Kartenumsätze sofort oder am Folgetag gut, teils auch am Wochenende.
Zum Konto gehört meist eine Debitkarte für Einkäufe, Abhebungen und Ausgaben im Team.
Umsätze, Gebühren und Auszahlungen lassen sich je Tag exportieren und dem Steuerbüro übergeben.
Zahlungsanbieter brauchen eine Erlaubnis und müssen Kundengelder getrennt von eigenen Mitteln halten.
Ein Händlerkonto beim Zahlungsanbieter lohnt sich vor allem, wenn Sie schnell über Ihre Einnahmen verfügen möchten, etwa für den Wareneinkauf am nächsten Morgen. Wer dagegen Kredite, Lastschriften für Miete und Lohnzahlungen bereits über die Hausbank abwickelt, behält das bestehende Konto meist als Hauptkonto und lässt sich die Kartenumsätze dorthin auszahlen.
Wichtig ist, ob der Anbieter brutto oder netto auszahlt. Bei der Nettoauszahlung zieht er die Gebühren direkt ab, bei der Bruttoauszahlung kommt der volle Umsatz an und die Gebühren folgen gesammelt per Rechnung. Wie Sie beides sauber verbuchen, erklärt der Ratgeber zum Kassenbericht bei Kartenzahlung.
Ein Händlerkonto mit Kartenzahlung passt besonders zu Betrieben, die schnell Liquidität brauchen oder ohne großen Aufwand starten wollen.
Wareneinkauf direkt aus den Tageseinnahmen bezahlen.
Einnahmen vom Wochenende stehen schon am Montag bereit.
Konto, Terminal und Karte in einem Schritt eröffnen.
Ausgewählte Geräte und Tarife laut Anbieterangaben, Stand Oktober 2026, Preise ohne Umsatzsteuer soweit angegeben. Reihenfolge alphabetisch, keine Wertung.
| Anbieter | Konto laut Anbieter | Auszahlung der Kartenumsätze | Kosten laut Anbieter |
|---|---|---|---|
| myPOS | E-Geld-Konto mit Geschäftskarte | sofort auf das myPOS-Konto | Kontoeröffnung kostenlos, Zahlungstarife 0, 19 oder 39 Euro im Monat |
| SumUp | Geschäftskonto mit Mastercard, IBAN aus Irland | am Folgetag, auch am Wochenende | keine Monatsgebühr, Abhebungen über dem Freikontingent 2 Prozent |
| Teya | Geschäftskonto per App mit Karten für Mitarbeitende | allgemein am Folgetag | keine Euro-Preise für Deutschland veröffentlicht |
| Viva.com | Konto mit Debitkarte | sofort, an 365 Tagen im Jahr | Zahlungspakete von 0 bis 19,99 Euro im Monat |
| Zettle by PayPal | PayPal-Geschäftskonto | meist innerhalb weniger Minuten | keine Monatsgebühr, Überweisung auf das Bankkonto gebührenfrei |
Viele klassische Anbieter wie Vert, Elavon oder ZahlungsWERK führen kein eigenes Konto, sondern zahlen auf Ihr bestehendes Geschäftskonto aus. Die Tabelle zeigt die typischen Unterschiede.
| Merkmal | Konto beim Zahlungsanbieter | Konto bei der Hausbank |
|---|---|---|
| Auszahlung | sofort bis Folgetag | meist nächster Bankarbeitstag bis zwei Werktage |
| Einlagensicherung | bei E-Geld-Instituten nicht, Gelder werden getrennt verwahrt | gesetzlich bis 100.000 Euro je Kunde und Bank |
| Kosten | oft keine Kontoführungsgebühr | Kontoführung je nach Bank und Modell |
| Bargeld | Einzahlung teils nicht möglich oder mit Gebühr | Einzahlung am Schalter oder Automaten |
| Kredit und Dispo | selten oder nur eingeschränkt | üblich nach Bonitätsprüfung |
Zahlungsdienste unterliegen dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz und der Aufsicht der BaFin oder einer Aufsicht in einem anderen EU-Staat. SumUp etwa wird laut eigener Angabe von der Central Bank of Ireland beaufsichtigt und hält Kundengelder auf eigenen Konten getrennt vom Firmenvermögen, weist aber ausdrücklich darauf hin, dass keine klassische Einlagensicherung greift. Viva.com verfügt laut eigener Angabe über eine Banklizenz. Halten Sie auf einem E-Geld-Konto deshalb nur die laufenden Einnahmen und überweisen Sie Rücklagen regelmäßig auf ein Bankkonto. Mehr zur Aufsicht lesen Sie im Ratgeber Zahlungsdienstleister und BaFin.
Einzelunternehmen sind gesetzlich nicht verpflichtet, ein getrenntes Geschäftskonto zu führen, viele Banken schließen die geschäftliche Nutzung eines Privatkontos aber in ihren Bedingungen aus. Bei GmbH und UG ist ein eigenes Konto der Gesellschaft praktisch unverzichtbar. Für die Buchhaltung zählt, dass Umsatz, Gebühren und Auszahlung getrennt erkennbar sind. Klären Sie Details mit Ihrer Steuerberatung, etwa zur Umsatzsteuer auf Gebühren der Kartenzahlung.
Viele Betriebe nutzen das Händlerkonto des Zahlungsanbieters für schnelle Einnahmen und Einkäufe und die Hausbank für Miete, Löhne, Steuern und Rücklagen. So profitieren Sie von der schnellen Auszahlung, ohne größere Summen auf einem E-Geld-Konto zu halten.
Geben Sie Ihren Bedarf im Preisrechner an und erhalten Sie passende Angebote, kostenlos und unverbindlich.
Nein. Fast alle Anbieter zahlen auf jedes Geschäftskonto in Deutschland oder im SEPA-Raum aus. Ein Konto beim Zahlungsanbieter ist eine Option, die vor allem schnellere Auszahlungen bringt.
Als Händlerkonto bezeichnet man meist das Konto, das ein Zahlungsanbieter für Ihre Kartenumsätze führt. Manchmal ist auch nur der Akzeptanzvertrag gemeint, also die Vereinbarung, die Ihnen Kartenzahlungen erlaubt.
Bei integrierten Konten wie myPOS oder Viva.com sofort, bei SumUp am Folgetag auch am Wochenende. Klassische Anbieter überweisen meist am nächsten Bankarbeitstag oder innerhalb von zwei Werktagen auf Ihre Hausbank.
Die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro gilt für Einlagen bei Banken. E-Geld-Institute müssen Kundengelder getrennt verwahren und absichern, eine Einlagensicherung im klassischen Sinn besteht aber nicht. Halten Sie Rücklagen deshalb besser bei einer Bank.
Bei den meisten Konten ja, über die IBAN des Kontos. Bei einer ausländischen IBAN lehnen einzelne Zahlungsempfänger die Lastschrift trotz SEPA-Regeln ab, dann hilft ein Hinweis auf die geltende SEPA-Verordnung oder eine Überweisung.
Bei SumUp, myPOS und Zettle ist die Kontoführung laut Anbieter kostenlos, Gebühren entstehen für Kartenzahlungen und teils für Abhebungen oder Bargeld. Bei Hausbanken hängt der Preis vom Kontomodell ab. Die eigentlichen Kosten der Kartenzahlung entstehen durch die Gebühr je Zahlung.
Technisch oft ja, praktisch fehlen aber häufig Kredit, Dispo und Bargeldeinzahlung. Viele Betriebe behalten deshalb zusätzlich ein Konto bei einer Bank.
Wann das Geld wirklich ankommt.
Umsätze und Gebühren richtig verbuchen.
Kasse, Terminal und Auswertung in einem.
Der Klassiker für die Theke.
Konto- und Preisangaben beruhen auf Anbieterangaben von myPOS, SumUp, Teya, Viva.com und Zettle by PayPal sowie öffentlich zugänglichen Quellen, Stand Oktober 2026. Die Nennung eines Anbieters ist keine Empfehlung und keine Rechts- oder Steuerberatung.