Bis zu 40% Gebühren sparen

Unbeaufsichtigtes Zahlungsterminal für Automat, Ladesäule und Self Service

Ein unbeaufsichtigtes Zahlungsterminal nimmt Kartenzahlungen dort an, wo kein Personal kassiert, etwa an Snack- und Boxautomaten, Ladesäulen, Waschanlagen, Parkautomaten oder Self-Service-Kiosken. Das Gerät ist fest eingebaut, gegen Witterung und Manipulation geschützt und wird von der Steuerung des Automaten angesprochen statt von einer Kasse. An neu errichteten öffentlichen Schnellladepunkten ist die Kartenzahlung inzwischen sogar Pflicht. Die laufenden Kosten hängen stark von Bonhöhe, Schnittstelle und Gebührenmodell ab.

Unbeaufsichtigtes Zahlungsterminal für Automat, Ladesäule und Self Service

Auf einen Blick

Wie ein unbeaufsichtigtes Terminal arbeitet

Die Kundin hält ihre Karte an das Terminal, bevor sie ein Produkt wählt oder den Ladevorgang startet. Das Terminal reserviert einen Betrag und meldet der Automatensteuerung, dass Guthaben vorhanden ist. Erst nach erfolgreicher Ausgabe oder am Ende des Ladevorgangs wird der tatsächliche Betrag belastet, der Rest der Reservierung wird freigegeben. Fällt die Ware nicht, bleibt die Karte unbelastet.

Robustes Gehäuse

Schutz gegen Manipulation, Vandalismus und Witterung, für den Außeneinsatz etwa nach Schutzart IP65.

Mobilfunk

Eingebaute SIM-Karte mit 4G, damit das Terminal auch ohne LAN am Aufstellort online ist.

Unbeaufsichtigtes Zahlungsterminal für Automat, Ladesäule und Self Service im Einsatz

Mit oder ohne PIN-Pad

Viele kompakte Module für Snackautomaten lesen nur kontaktlos und haben keine Tastatur. Das spart Platz und Wartung. Der Haken liegt in der starken Kundenauthentifizierung. Nach mehreren kontaktlosen Zahlungen in Folge oder ab einer Summe von 150 Euro verlangt die Bank der Kundin eine PIN, und ein Gerät ohne PIN-Pad kann diese Abfrage nicht bedienen.

Ausnahmen für unbeaufsichtigte Terminals sieht die Delegierte Verordnung 2018/389 nur für Verkehrsnutzungsentgelte und Parkgebühren vor. Für Boxautomaten mit höheren Bons und für Ladesäulen ist ein Gerät mit PIN-Eingabe deshalb meist die bessere Wahl. Hintergründe erklärt der Beitrag zur starken Kundenauthentifizierung.

Stärken und Grenzen im Überblick

Passt gut, wenn

Weniger geeignet, wenn

Für welche Betriebe es sich eignet

Unbeaufsichtigte Terminals finden sich überall dort, wo Waren oder Leistungen ohne Personal verkauft werden.

Unbeaufsichtigte Terminals ausgewählter Anbieter

Ausgewählte Geräte und Tarife laut Anbieterangaben, Stand Oktober 2026, Preise ohne Umsatzsteuer soweit angegeben. Reihenfolge alphabetisch, keine Wertung.

AnbieterGerätAusstattungKosten laut Anbieter
CCVEdge IM15 und IM30 über VertriebspartnerMDB und ZVTPreise für Automatenterminals nicht veröffentlicht
FEIGcVEND box und cVEND compact LTEnur kontaktlos, ohne PIN-Padüber Automatenhändler, Preis auf Anfrage
IngenicoSelf 2000PIN-Eingabe, kontaktlos, optional 4Güber Automatenhändler, Preis auf Anfrage
NayaxVPOS TouchSIM-Karte, 4G-Antenne, MDB und Impuls430 Euro, 14 Euro im Monat, 2,5 Prozent bis 3 Euro, 2,4 Prozent bis 10 Euro, 2,3 Prozent darüber
VerifoneUX700für den Außeneinsatz nach Schutzart IP65über Automatenhändler, Preis auf Anfrage

Kartenzahlung an der Ladesäule, was die AFIR verlangt

Für öffentlich zugängliche Ladepunkte gilt die EU-Verordnung 2023/1804, kurz AFIR. Sie geht als EU-Recht der deutschen Ladesäulenverordnung vor, die schon seit Juli 2023 Kartenzahlung an neuen Ladepunkten verlangte. Eine private Wallbox in der eigenen Garage fällt nicht darunter. Für halböffentliche Ladepunkte, etwa auf dem Hotelparkplatz, sollten Sie die Einordnung rechtlich prüfen lassen, auch mit Blick auf das Eichrecht bei Abrechnung nach Kilowattstunden.

Kartenleser am Automaten, was die Gebühren bedeuten

Bei Automaten entscheidet das Verhältnis aus Bonhöhe und Gebührenmodell. Ein Prozentsatz ist bei kleinen Bons günstig, ein fester Betrag je Zahlung bei großen. Die Beispiele nutzen das veröffentlichte Modell von Nayax und zum Vergleich einen Festbetrag von 0,06 Euro je girocard-Zahlung, wie ihn CCV für Ladenterminals nennt, jeweils ohne Einbau, Terminalmiete und Umsatzsteuer. Mehr Rechenwege zeigt der Ratgeber Snackautomat mit Kartenzahlung nachrüsten.

BeispielUmsatz und BonProzentmodell mit PauschaleFestbetrag 0,06 Euro
Snackautomat im Betrieb1.500 Euro, 2,50 Euro Bon, 600 Zahlungen37,50 Euro plus 14 Euro, zusammen 51,50 Euro36 Euro plus Miete
Boxautomat am Hofladen3.000 Euro, 12 Euro Bon, 250 Zahlungen69 Euro plus 14 Euro, zusammen 83 Euro15 Euro plus Miete

Self Service Terminal und SB-Kasse

Eine SB-Kasse im Supermarkt ist technisch eine Kasse mit Kundenbedienung, kein Warenautomat. Sie nutzt meist ein reguläres PIN-Pad, das per ZVT oder O.P.I. angebunden ist, und braucht als elektronisches Aufzeichnungssystem eine TSE nach Paragraf 146a Abgabenordnung. Warenautomaten sind nach der Kassensicherungsverordnung dagegen von der TSE-Pflicht ausgenommen. Bestell- und Ticketkioske in Gastronomie und Freizeit liegen dazwischen, hier entscheidet die Kassensoftware. Wie die Anbindung funktioniert, zeigt die Seite zum Kartenterminal mit Kassenanbindung. Die genaue Einordnung Ihres Geräts klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.

Darauf sollten Sie achten

Aktionstarife prüfen

Manche Aktionsangebote schließen Automaten und Selbstbedienungsterminals aus, so etwa Global Payments im Programm Deutschland zahlt digital. Lassen Sie sich vor dem Einbau schriftlich bestätigen, welcher Tarif für Ihren Automaten gilt.

Terminal für Ihren Automaten finden

Geben Sie Ihren Bedarf im Preisrechner an und erhalten Sie passende Angebote, kostenlos und unverbindlich.

Häufige Fragen zu unbeaufsichtigten Zahlungsterminals

Ein Kartenterminal, das ohne Personal arbeitet und von einem Automaten, einer Ladesäule oder einem Kiosk gesteuert wird. Es ist fest eingebaut, robust gegen Witterung und Manipulation und rechnet meist erst nach der Leistung den genauen Betrag ab.

Bei den meisten Snack-, Getränke- und Kaffeeautomaten ja, sofern die Steuerung die MDB-Schnittstelle hat. Einfache Geräte lassen sich teils über einen Impulsausgang anbinden. Den Einbau übernehmen meist Automatenhändler oder Servicetechniker.

Nach der AFIR müssen neue öffentliche Ladepunkte ab 50 kW seit dem 13. April 2024 das punktuelle Laden mit einer gängigen Zahlungskarte ermöglichen. Unter 50 kW genügt eine sichere Zahlung über das Internet. Private Wallboxen sind nicht betroffen.

Damit sind Geräte gemeint, an denen Kundinnen und Kunden selbst bestellen, einchecken oder bezahlen, etwa Bestellkioske, SB-Kassen oder Ticketautomaten. Bezahlt wird über ein eingebautes Kartenterminal, oft mit PIN-Pad.

Veröffentlichte Preise sind selten. Nayax nennt für das VPOS Touch 430 Euro, 14 Euro im Monat und 2,3 bis 2,5 Prozent je Zahlung, ohne Angabe zur Umsatzsteuer. Viele andere Hersteller verkaufen über Automatenhändler und nennen Preise auf Anfrage.

Warenautomaten sind nach der Kassensicherungsverordnung von der TSE-Pflicht ausgenommen. SB-Kassen und Kioske mit Kassenfunktion brauchen dagegen in der Regel eine TSE. Klären Sie die Einordnung im Zweifel mit Ihrer Steuerberatung.

Nicht immer. Verlangt die Bank der Kundin nach mehreren kontaktlosen Zahlungen oder ab einer Summe von 150 Euro eine PIN, scheitert die Zahlung an einem Gerät ohne Tastatur. Für höhere Bons ist ein Terminal mit PIN-Eingabe deshalb sicherer.

Passend dazu

Transparenzhinweis

Angaben zu Geräten, Preisen und Pflichten beruhen auf Anbieter- und Herstellerangaben, der EU-Verordnung 2023/1804 und öffentlich zugänglichen Quellen, Stand Oktober 2026, Preise ohne Umsatzsteuer soweit angegeben. Rechtliche Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung. Die Nennung eines Anbieters ist keine Empfehlung.